Samstag, 16. Juni 2018

Salvini will NGO-Schiffen weiter Hafeneinfahrt verbieten

Italiens Innenminister Matteo Salvini beharrt auf seinem harten Kurs in Sachen Flüchtlinge. Er werde weiter NGO-Schiffen die Einfahrt in italienische Häfen verbieten, so Salvini am Samstag.

Italiens Innenminister Matteo Salvini bleibt hart. - Foto: APA (AFP)
Italiens Innenminister Matteo Salvini bleibt hart. - Foto: APA (AFP)

Während das Schiff „Aquarius” mit Hunderten Migranten in Richtung Valencia unterwegs ist, wo das Rettungsboot am Sonntag eintreffen wird, seien die NGO-Schiffe „Seefuchs” und „Lifeline” vor Libyen stationiert.

„Sie warten auf ihre Ladung von Menschen, die von Schleppern sich selbst überlassen werden. Italien will nicht mehr Komplize des Geschäfts mit der illegalen Migration sein. Daher müssen sie Häfen außerhalb Italiens suchen“, so Salvini.

Foto: Ansa/Facebook/Salvini

Sowohl Italien als auch Malta hatten sich geweigert, das Schiff „Aquarius” in ihren Häfen anlegen zu lassen. Die 629 Migranten waren am Samstag vergangener Woche bei verschiedenen Rettungsaktionen von SOS Mediterranee aufgenommen worden. Sie werden derzeit an Bord der „Aquarius” und zweier weiterer italienischer Schiffe nach Spanien gebracht. (STOL hat berichtet)

Die italienische Küstenwache hat unterdessen 500 Migranten vor der Küste Libyens gerettet. „Wir retten die Migranten, doch das Maß ist voll”, so Verkehrsminister Danilo Toninelli, der für die italienischen Häfen zuständig ist.

apa

stol