Sonntag, 29. Juli 2018

Santos zieht sich nach Amtszeit aus Politik zurück

Der scheidende kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos will sich nach Ende seiner Amtszeit aus der aktiven Politik zurückziehen. Er werde sich seiner Familie und anderen Projekten widmen, sagte der 66-Jährige der Zeitung „El Tiempo“ (Sonntag). „Das Einzige, das ich nicht tun werde, ist, meinen Nachfolger zu behelligen“, so der Friedensnobelpreisträger.

Juan Manuel Santos
Juan Manuel Santos - Foto: © APA/EPA

Er sei den Kolumbianern dankbar, die ihm die Möglichkeit gegeben hätten, dem südamerikanischen Land zu dienen. Santos gibt das Präsidentenamt am 7. August an den Konservativen Ivan Duque ab.

Für seine Zeit nach der Präsidentschaft habe ihm der frühere US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus einen Rat gegeben. Obama habe ihm gesagt, die Amtsnachfolger seien einem Kampf gegen das Erbe ihrer Vorgänger verschrieben, so Santos. „Und das Beste ist, sie zu ignorieren.“

Jeder Amtsträger bekomme seine Zeit, um zu regieren.

Er selbst habe sich immer für den Mittelweg entschieden und halte nicht viel von Extremen, so Santos. „Ich denke, das ist die nützlichste politische Position für jede Demokratie und für Kolumbien.“

Duque von der rechtskonservativen Partei Centro Democratico gewann die Wahl im Juni mit rund 54 Prozent. Er hatte angekündigt mit der Politik seines Vorgängers zu brechen.

apa/dpa

stol