Zwei Pariser Untersuchungsrichter gaben die Ermittlungen zu der Affäre an den Gerichtshof der Republik ab, der für mögliche Vergehen von einstigen Regierungsmitgliedern zuständig ist, wie ein Anwalt der Nebenkläger am Freitag sagte.Die Untersuchungsrichter hätten dem Gerichtshof der Republik zugleich empfohlen, Sarkozy als Zeugen mit Rechtsbeistand zu befragen – in Frankreich eine Mischform aus Zeugen und Beschuldigtem.Im Zentrum der Ermittlungen zur Karachi-Affäre steht aber nicht Sarkozy, sondern Ex-Regierungschef Edouard Balladur und dessen damaliger Verteidigungsminister Francois Leotard.Es geht um Rüstungsgeschäfte mit Pakistan, bei denen Schmiergeldzahlungen teilweise nach Frankreich zurückgeflossen sein sollen, um den Präsidentschaftswahlkampf Balladurs im Jahr 1995 zu finanzieren.Sarkozy war damals Balladurs Haushaltsminister und Wahlkampfsprecher.apa/afp