„Möglicherweise müssen wir Schritt für Schritt, nicht in einem Schritt, die ganze Finanztransaktionsteuer einführen(...)“, sagte Schäuble am Montag in Brüssel. Bei dem Treffen mit seinen Amtskollegen des Eurogebiets ging es vor allem um die Lage in den Krisenländern Griechenland und Zypern.Schäuble, sein französischer Amtskollege Pierre Moscovici und neun weitere Ressortchefs wollten am Dienstag über die Abgabe beraten. „Ich hoffe, dass wir da einen Schritt weiter vorankommen“, so Schäuble. Umstritten ist laut Diplomaten, welche Finanzprodukte von der Abgabe betroffen sein sollen. Außerdem gehe es darum, an welchem Ort die Steuer greift – entweder am Sitz des Finanzinstituts oder dort, wo die Geschäfte tatsächlich gemacht werden.Es handelt sich um eine Abgabe auf Wertpapiergeschäfte, vor allem zwischen Finanzinstituten. Damit sollen Spekulationen eingedämmt werden. Banken, Versicherungen oder Investmentfonds müssten die Abgabe auf jede Transaktion zahlen. Eine EU-weite Einführung scheiterte am Widerstand Großbritanniens und Schwedens. Laut EU-Kommission würde die Steuer etwa 34 Milliarden Euro pro Jahr in die Kassen der elf Staaten spülen, davon allein 12 Milliarden in Deutschland. Es wollen auch Österreich, Belgien, Griechenland, Estland, Italien, Spanien, Portugal, Slowakei und Slowenien mitziehen.dpa