Dienstag, 28. August 2018

Schande von Chemnitz: Verletzte bei Ausschreitungen

Es sind Tage der Schande, derzeit in Chemnitz. Rechtsextreme Bürger, angetrieben von Neonazi-Hooligans und Gewalttätern sorgen in diesen Tagen in Chemnitz für den Ausnahmezustand.

Zahlreiche Menschen gingen in Chemnitz auf die Straße Foto: APA (dpa)
Zahlreiche Menschen gingen in Chemnitz auf die Straße Foto: APA (dpa)

Bei Demonstrationen in Chemnitz nach dem Tod eines 35-Jährigen ist es laut Polizei am Montagabend zu neuen Ausschreitungen gekommen. Durch Würfe von Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen seien einige Menschen verletzt worden, teilte die Polizei Chemnitz auf Twitter mit. Am Abend seien beide Kundgebungen beendet worden, die Lage habe sich beruhigt.

Am Sonntag bereits waren mehrere hundert Menschen den Aufrufen unter anderem der AfD zu Protesten gegen die Tötung des 35-jährigen Deutschen mutmaßlich durch Ausländer gefolgt. In der Chemnitzer Innenstadt wurden daraufhin Migranten verfolgt und bedroht.

Die Polizei war am Montagabend nach eigenen Angaben mit zahlreichen Kräften im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen beiden Gruppen zu verhindern. Auslöser der Ausschreitungen waren Streitigkeiten in der Nacht zum Sonntag, bei denen der 35 Jahre alte Deutsche erstochen und andere Deutsche schwer verletzt wurden.

Ein zunächst verbal geführter Konflikt eskalierte nach Angaben der Staatsanwaltschaft. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen einen Syrer und einen Iraker. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlich begangenen Totschlag vor.

apa/stol

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