Mittwoch, 01. Juli 2015

Schlechte Karten für Südtiroler Doppelstaatsbürgerschaft

In der Diskussion rund um eine Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler hat der österreichische Außenminister Sebastian Kurz am Mittwoch die Erwartungen gebremst.

Foto: © D

„Österreich hat kein Modell der Doppelstaatsbürgerschaft“, erklärte der Minister bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Außerdem gebe es weder vom Parlament, noch von Südtiroler Seite Anstrengungen, dies zu ändern, fügte er hinzu.

Grundsätzlich sei die Sache jedoch nicht die Angelegenheit des Außenministers, sondern die des Parlaments. „Die Entscheidung des Parlaments wurde vorerst jedoch verschoben, weil es im Herbst ein Zusammentreffen mit einer Delegation aus Südtirol geben wird“, sagte Kurz.

Bei Amtsantritt habe er gleich Kontakt zu Südtirol aufgenommen, meinte der Außenminister. Die Doppelstaatsbürgerschaft sei jedoch nicht prioritär an ihn herangetragen worden. „Österreich hat sich dazu verpflichtet, Doppelstaatsbürgerschaften zu vermeiden“, kommentierte Kurz.

apa

stol