Der Griff zur vermeintlich schönen Zierpflanze wird zur äußerst schmerzhaften Erfahrung: Im Hochsommer ist die eingeschleppte Pflanze besonders oft anzutreffen. <BR /><BR /><BR /> Der Riesenbärenklau (auch Herkulesstaude genannt) verursacht bei Hautkontakt schwere Verbrennungen. Deshalb ist die Forstbehörde bemüht, die Verbreitung einzudämmen, was nicht ganz einfach ist.<BR /><BR />Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze als Zierpflanze in Gärten nach Europa eingeschleppt.<BR />Neben der ökologischen Gefahr der invasiven Pflanzenart gegenüber heimischen Pflanzengemeinschaften, stellt der Riesenbärenklau auch eine Gefährdung für die Gesundheit der Menschen dar.<BR /><BR /><b>Entlang von Straßen und Gewässern</b><BR /><BR />Die Pflanzenteile enthalten eine hohe Konzentration an phototoxisch wirkenden Substanzen und können bei Kontakt in Kombination mit Sonneneinstrahlung schwere Hautverbrennungen verursachen.<BR />Die Pflanze kommt hauptsächlich entlang von Straßen und Gewässern vor und bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte. <BR /><BR />Der Riesenbärenklau erreicht eine stattliche Höhe von bis zu 4 Metern und bildet in den Monaten Juli und August Blütendolden mit einem Durchmesser von bis zu 50 Zentimeter, deren Samen im Boden mehrere Jahre keimfähig bleiben. Eine Pflanze kann bis zu 40.000 Samen produzieren.<BR /><BR />Ist es zu einem Hautkontakt mit der Herkulesstaude gekommen, soll die betroffene Stelle so schnell wie möglich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Bei stärkeren Hautreaktionen muss ein Arzt aufgesucht werden.<BR /><BR /><b>Mechanische Bekämpfung der Pflanze</b><BR /><BR />Aufgrund der hohen Vitalität und Regenerationsfähigkeit der Pflanze werden die Standorte von Förstern laufend kontrolliert, um die Ausbildung von weiteren Blüten frühzeitig zu verhindern. Der Südtiroler Forstdienst bekämpft die Neophyten mechanisch und führt auch das entsprechende Monitoring durch. Der Einsatz von aggressiven chemischen Mitteln ist nicht geplant. Das bedeutet, dass die Förster den Pflanzen leichten Vollkörperschutzanzügen zu Leibe rücken müssen. Jeder Zentimeter Haut muss bedeckt werden. Die ausgegrabenen Pflanzen müssen dann in Säcken gesammelt und auf einer Deponie entsorgt werden.<BR />Wer einen Riesenbärenklau entdeckt, sollte die Beobachtung der gebietsmäßig zuständigen Forststation melden.<BR /><BR />Neben dem Riesenbärenklau gehört auch das Drüsige Springkraut zu den invasiven Neophyten, also den „pflanzlichen Einwanderern“, die an vielen Orten im Land beobachtet werden können. Forstexperten stellen seit mehreren Jahren eine schnelle Verwilderung und Ausbreitung der Neophyten in Europa fest.<BR /><BR />Wie die Experten betonen, hat sich das Springkraut schon so weit etabliert, dass eine Bekämpfung kaum mehr machbar ist. Diese ursprünglich im indischen Himalayagebiet beheimatete Pflanze ist für den Menschen ungefährlich, überwuchert aber einheimische Pflanzen in ihrem Umfeld völlig.<BR /><BR />Das Besondere des Drüsigen Springkrauts ist, dass es, wenn es reife Samen trägt, diese bei Kontakt einige Meter durch die Luft schleudert. Auf diese Weise verbreitet sich die Staude in Windeseile.<BR /><BR />