Donnerstag, 17. November 2016

Schottland pocht weiter auf enge EU-Beziehungen

Die proeuropäische Regierung von Schottland setzt nach dem Votum der Briten für einen EU-Austritt (Brexit) weiter auf enge Beziehungen zur Europäischen Union.

Foto: © LaPresse

„Schottland will die Beziehung aufrechterhalten“, sagte der schottische Brexit-Minister Michael Russell am Donnerstag in Berlin auf dem „Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung“.

Es gehe um eine kontinuierliche Weiterführung des europäischen Binnenmarktes und um eine differenzierte Option für Schottland, sagte Russell. Eine andere Option neben der Möglichkeit von Sonderrechten wäre auch die Unabhängigkeit Schottlands. Die Regierung in Edinburgh bemühe sich um den differenzierten Weg.

51,9 Prozent der Briten stimmten bei dem Referendum im Juni für den Austritt aus der EU, doch in Schottland votierten 62 Prozent der Wähler gegen den Brexit. Nach Darstellung Russells gibt es mit dem gemeinsamen Ministerkomitee im Vereinigten Königreich inzwischen zwar eine „Art Struktur“ für die bevorstehenden Austrittsverhandlungen. Die Gespräche über die Trennung würden aber nicht einfach.

apa/dpa

stol