Bei der Versammlung in der Münzbank wurden eindringliche Worte gesprochen.<BR /><BR />Bezirksmajor Lorenz Puff konnte unter anderem auch den Bozner Vizebürgermeister Luis Walcher und den Landtagsabgeordneten Franz Locher willkommen heißen. <BR /><BR />Nach einer Grußbotschaft Walchers marschierten die Schützen, musikalisch begleitet von der Bürgerkapelle Gries mit Kapellmeister Georg Thaler an der Spitze, zur Alten Grieser Pfarrkirche, wo Pater Reinald Romaner OFM die Eucharistiefeier zelebrierte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="752321_image" /></div> <BR /><BR />„Heute begehen wir ja den Laetare-Sonntag, worüber wir uns eigentlich freuen sollten. Nach 2 schwierigen Jahren mit Corona, nun mit dem Kriegsgeschehen in Europa, ist es aber nicht leicht. Trotzdem überwiegt die Freude, denn wir ehren unseren Bundesherren, wir sind wieder näher zusammen, wenngleich mit Einschränkungen. Geblieben ist uns allen die Liebe, Treue und Zuneigung zur Heimat.“ Die heilige Messe haben Bläser der Bürgerkapelle und der Männergesangverein Gries mitgestaltet.<h3> „Hat Tirol Helden nötig?“</h3>Das Grieser Schützenmitglied Werner Neubauer hielt anschließend die Gedenkrede vor der Alten Grieser Pfarrkirche, die er unter den Titel „Hat Tirol Helden nötig?“ stellte. Neubauer spannte dabei einen weiten Bogen, erinnerte auch an die Aussage Berthold Brechts, zeigte anhand der Loslösung von der früheren DDR auf, ausgehend von der Leipziger Bevölkerung, dass durch Mut, Leidenschaft und Einsatz und ohne Gewaltanwendung vorher als unrealistisch eingestufte Ziele erreicht werden können. Die Schützen seien aber auch Hüter des Brauchtums und der Heimat, sie würden für ihre Werte einstehen.<BR /><BR /> „Erinnern möchte ich an Major Josef Eisenstecken, der als 17-Jähriger in ein österreichisches Regiment eingetreten und für seine Tapferkeit ausgezeichnet wurde. Er, der Badlwirt in Gries, stand an der Seite Andreas Hofers, seine strategischen Fähigkeiten haben wesentlich zum Sieg am Bergisel beigetragen. Beide waren Helden des 19. Jahrhunderts.“ Die Aufgabe der Schützen war stets die Landesverteidigung, die Verteidigung der eigenen Heimat, heute seien sie das „geistige und kulturelle Erbe Tirols.“ Es folgt eine Ehrensalve, die Kranzniederlegung und das Abspielen der Landeshymne. Dann gingen die Schützen zur Versammlung in der Münzbank über.<h3> Jahreshauptversammlung in der Münzbank</h3><div class="img-embed"><embed id="752324_image" /></div> Hauptmann Alexander Corradini von der Schützenkompanie Gries begrüßt die Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung in der Münzbank. Bezirksmajor Lorenz Puff ersucht eingangs um Grußworte der Ehrengäste. <?Schrift Spationierung="1ru"> Franz Locher erwähnt daraufhin, dass „wir mit Rom hinsichtlich Corona-Bestimmungen nicht die besten Erfahrungen gemacht haben, dabei denke ich beispielsweise an das Verbot des Skifahrens. Das hätte alles auf lokaler Ebene geregelt werden müssen, in der Europäischen Union herrschte aber Chaos.“ Den Schützen sei jedenfalls anzuerkennen, dass sie stets eine klare Linie gegenüber der Politik eingenommen hätten und ihren kulturellen Werten treu geblieben seien.<BR /><h3> Bezirk Bozen mit 26 Kompanien</h3><?_Schrift> Bezirksmajor Puff erinnert in seinem Tätigkeitsbericht daran, dass der Bezirk Bozen 26 Kompanien umfasst und insgesamt an die 1000 Schützen, Marketenderinnen und unterstützende Mitglieder zählt. Im abgelaufenen Jahr seien 4 Bezirksausschusssitzungen, 11 Bundesleitersitzungen und 6 Bezirksleitersitzungen abgehalten worden. „Gedenkfeiern für den ermordeten Lehrer Franz Innerhofer fanden in Marling und Bozen statt, an die 60 Jahre Feuernacht haben wir uns ebenfalls zurückerinnert. Weiters zu erwähnen ist die Mahnveranstaltung auf Schloss Sigmundskron, die Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls und auch an die Gestaltung und Herausgabe des Bezirkskalenders“, sprach Lorenz Puff einige der Veranstaltungen 2021 an.<BR /><BR />Mehrere Schützenmitglieder richteten eindringliche Worte an die Versammlung, unter anderem wurde die Autonomie angesprochen, die es nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen gelte. Was die ehrenamtliche Tätigkeit anbelangt, sei eine Petition in die Wege geleitet worden, die derzeitige politische Lage auf Landesebene werde aber wohl nicht zu einer schnellen Lösung beitragen können. Angesprochen wurde auch das IAZT!-Projekt, das auf einem 3-Säulen-Modell beruhe: Angliederung an Österreich, ein eigenständiger Staat oder eine „Vollautonomie“, die wirklich Eigenständigkeit beinhalte.<BR /><BR /><embed id="dtext86-53574294_gallery" /><BR /><BR /><BR /><BR />