Ein zentraler Punkt darin: Bereits ab dem vierten Lebensjahr sollen die Deutschkenntnisse im deutschen Kindergarten erhoben werden, damit der für die Schule notwendige Spracherwerb rechtzeitig gefördert werden kann. <BR /><BR />Solche Sprachstandserhebungen sind dabei keine neue Erfindung der SVP, so gut wie jedes deutsche Bundesland führt diese beispielsweise bereits durch. Die angewendeten Modelle sind dabei jedoch unterschiedlich, weswegen sich die Bildungsdirektion heute mit den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Erhebungsmodelle auseinandersetzen will. <BR /><BR />Die deutsche Bandbreite reicht vom Modell des Stadtstaates Hamburg bis zum bayerischen Modell. So wird im Hamburger Verfahren zur Analyse der Sprachentwicklung Vier- bis Achtjähriger (HAVASE 4-8) das Kind je nach Alter aufgefordert, in einer Einzelsituation zu vier bzw. sechs Bildern eine kleine Geschichte auf Deutsch zu erzählen. Das Erzählte wird aufgenommen und später durch die pädagogische Fachkraft nach bestimmten standardisierten Kriterien ausgewertet. Zudem werden bereits gut eineinhalb Jahre vor der geplanten Einschulung alle Hamburger Kinder mit ihren Eltern zur Beratung und gegenseitigen Information zu einem Vorstellungsgespräch in die Grundschule verbindlich eingeladen. Die Gespräche finden in enger Kooperation mit den pädagogischen Fachkräften der Kindergärten und Kindertagesstätten statt, die den Eltern zur Vorbereitung Entwicklungsgespräche anbieten. Für vorschulische Einrichtungen mit großer sozialer oder kultureller Heterogenität gibt es das Förderprojekt Kita-Plus.<BR /><BR />Bayern setzt auf getrennte Beobachtungsverfahren für Migrantenkinder („SISMIK“) und deutschsprachige Kinder („SELDAK“) im Kindergartenalter und zusätzlich auf ein Sprachscreening anderthalb Jahre vor der Einschulung für alle Kinder – mit Ausnahme derer, für die das Beobachtungsverfahren keinen erhöhten Sprachförderbedarf in der Sprache Deutsch festgestellt hat. Zeigt das Ergebnis des Sprachscreenings einen erhöhten Sprachförderbedarf, wird das Kind von der zuständigen Grundschule verpflichtet, eine staatlich geförderte Kindertageseinrichtung mit einem integrierten Vorkurs Deutsch zu besuchen.<h3> Lehrer-Proteste: Es bewegt sich was</h3><embed id="dtext86-72692557_quote" /><BR /><BR /><BR />Nägel mit Köpfen würde Landesrat Achammer im Rahmen der Klausur gerne auch in Sachen Reallohnerhöhung für Südtirols Lehrer machen: „Die zugesicherten 110 Millionen Euro wurden mit dem Haushalt am vergangenen Freitag genehmigt und stehen ab 1. Jänner für die Verhandlungen zur Verfügung. Jetzt sollten alle einen Schritt nach vorne machen, damit wir endlich beginnen können“, sagt der Landesrat. <BR /><BR />Erste Signale in diese Richtung gibt es: So hat etwa das Lehrerkollegium des Grundschulsprengels Brixen jüngst beschlossen, die schulbegleitenden Tätigkeiten „in Ansätzen wieder aufzunehmen.“ Die Lehrkräfte wollen dies „als einen Schritt des Entgegenkommens an die Vertragspartner“ verstanden wissen, wie sie den Eltern nun mitteilten.<BR /> „Wir sind im Austausch mit dem Landesrat. Dass die Verhandlungen jetzt starten, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nun liegt der Ball bei den Gewerkschaften“, lässt Andrea Perger von der Vinschger Initiativgruppe wissen. Dass das Programm für das heurige Schuljahr nicht mehr auf 100 Prozent hochgefahren werden kann, ist eine Tatsache, der auch die Landesregierung Rechnung zu tragen scheint. Sie könnte sich also mit der Aufnahme schulbegleitender Tätigkeiten im kleinen Stil zufriedengeben.