„Wir werden nicht über die Personenfreizügigkeit verhandeln“, sagte Barroso nach einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte.Die Schweizer hätten vollen Zugang zum EU-Binnenmarkt und könnten sich überall in Europa frei niederlassen, sagte Barroso. In der EU würden rund 430.000 Schweizer arbeiten und leben. Es sei „nicht gerecht“, wenn umgekehrt die Schweiz nicht dieselben Bedingungen anbiete.Die Vereinbarungen zwischen der EU und der Schweiz müssten respektiert werden. „Pacta sunt servanda (Verträge sind einzuhalten)“, forderte der EU-Kommissionschef.Das Votum, das die EU respektiere für eine Begrenzung der Zuwanderung, sei daher „vor allem ein Problem der Schweiz“. Es liege nicht an der EU-Kommission, nunmehr eine Lösung zu finden.Barroso betonte, er habe die Ankündigung des Schweizer Bundesrates für das weitere Vorgehen zur Kenntnis genommen. Die EU warte auf den für Jahresende angekündigten Plan. Die EU sei offen für Diskussionen, „aber unter Achtung der essenziellen Prinzipien“. Die Schweiz sei ein sehr wichtiger Partner für die EU, die Union sei mit Abstand der wichtigste Handelspartner mit der Schweiz.Barroso verwies darauf, dass er selbst in der Schweiz gelebt habe. „Das ist ein Land, das ich bewundere“.apa