Mittwoch, 07. Januar 2015

Schwierige Saison 2014

Das unstabile Wetter, die häufigen und starken Regenfälle sowie das Abrutschen einer Mure haben die vergangene Saison im GEOPARC Bletterbach erheblich beeinflusst. „Trotz der widrigen Umstände konnten wir im zu Ende gehenden Jahr 2014 einige Schwerpunkte setzen und verschiedene Projekte voranbringen“, erklärt der Präsident des GEOPARC Bletterbach Peter Daldos. In diesen Tagen stecke der Verwaltungsrat bereits in den Vorbereitungen für das nächste Jahr, das dem 10-jährigen Jubiläum des GEOPARC gewidmet sein wird.

Aufgrund des unstabilen Wetters musste insbesondere der untere Teil der Bletterbachschlucht in der Saison 2014 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
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Aufgrund des unstabilen Wetters musste insbesondere der untere Teil der Bletterbachschlucht in der Saison 2014 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Der verregnete, kalte Sommer hat dem GEOPARC Bletterbach eine schwierige Saison 2014 beschert: Mit knapp 50.000 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete die zum UNESCO-Welterbe der Dolomiten gehörende Bletterbachschlucht um etwa 10.000 Besucher weniger als in den vergangenen Jahren. Die Zahl der geführten Wanderungen hingegen blieb im vergangenen Sommer konstant: 5.397 Geologieinteressierte nahmen an einer der 399 geführten Wanderungen teil. „Dies zeigt, dass die Wanderungen durch die Schlucht mit einem unserer 28 GEOPARC-Führer vermehrt angenommen werden und auf Interesse stoßen“, so der Präsident des Verwaltungsrates des GEOPARC Bletterbach Peter Daldos. Im kommenden Jahr werde man deshalb vermehrt Themenwanderungen anbieten und die Partnerschaften mit den Hotelbetrieben der Umgebung vertiefen.

Neben den geologischen Führungen fanden in der vergangenen Saision Wanderungen zu den Themen Wein&Stein, Wildkräuter&Stein, Orchideen sowie Sonnenaufgang am Weißhorn statt. Unter dem Motto „Bletterbach for Kids“ begaben sich die Kinder auf die Spuren von Wasser, Stein und Erde, entdeckten gemeinsam mit einem Förster oder Jäger die Geheimnisse des Waldes rund um die Bletterbachschlucht oder tauchten mit Margret Bergmann in die Welt der Sagen ein. Für musikalische Klänge in der Schlucht sorgten die Aldeiner Jagdhornbläser, die an verschiedenen Stationen jeweils ein Ständchen zum Besten gaben.

Neben zahlreichen Einheimischen und Gästen waren im GEOPARC Bletterbach auch im Jahr 2014 wiederum Geologiestudenten und Wissenschaftler zu Gast. Unter anderem besuchten die Teilnehmer der Europäischen Konferenz der Paläobotaniker und Palynologen die Bletterbachschlucht. Zudem stellte die von Wissenschaftlern begleitete Aldeiner Künstlerin einen Saurier aus Sandstein fertig, der zukünftig am Eingang des Besucherzentrums stehen wird und für den im neuen Jahr ein Name gesucht werden soll.

Der Ausbau des Besucherzentrums in Aldein, die Umgestaltung des GEO Museums in Radein sowie die Errichtung eines Infopoints am Jochgrimm sind weitere Projekte, die den Verwaltungsrat des GEOPARC Bletterbach auch im neuen Jahr beschäftigen werden. „Das Jahr 2015 wird zudem im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums des GEOPARC Bletterbach stehen“, kündigt Präsident Peter Daldos an. Das detaillierte Programm dazu wird noch zu gegebenem Zeitpunkt vorgestellt werden, Höhepunkt wird ein Vortrag von Reinhold Messner am 6. Juni 2015 in Aldein sein.

stol