Freitag, 11. November 2016

Sechs Tote bei Anschlag auf deutsches Konsulat in Afghanistan

Deutsche sollen US-Truppen Informationen über die Taliban in Kundus gegeben haben – denken die Taliban. Deshalb sei Deutschland mitschuldig an einem Luftangriff mit vielen Toten Anfang November. So ihre Begründung für den Angriff auf das deutsche Konsulat.

Nach der Explosion der vor dem Konsulat gegen 23.00 Uhr gezündeten Lastwagenbombe ist die Zahl der Toten bis Freitagmorgen auf mindestens sechs angestiegen.
Nach der Explosion der vor dem Konsulat gegen 23.00 Uhr gezündeten Lastwagenbombe ist die Zahl der Toten bis Freitagmorgen auf mindestens sechs angestiegen. - Foto: © APA/AFP

Die Taliban begründen ihren tödlichen Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif mit einer deutschen Mitverantwortung an einem blutigen US-Luftangriff. Das sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitagmorgen der Sprecher der Taliban, Sabiullah Mudschahid.

Deutschland sei an einem Luftangriff in der nordafghanischen Provinz Kundus beteiligt gewesen, bei dem in der Nacht des 3. Novembers mehr als 30 Zivilisten ums Leben gekommen waren. Die Deutschen hätten den US-Streitkräften die notwendigen nachrichtendienstlichen Informationen zukommen lassen. Deshalb sei in der Nacht das Generalkonsulat angegriffen worden.

Nach der Explosion der vor dem Konsulat gegen 23.00 Uhr gezündeten Lastwagenbombe ist die Zahl der Toten bis Freitagmorgen auf mindestens sechs angestiegen.

dpa

stol