Sonntag, 31. Januar 2016

Seehofer äußert sich zur Kritik am geplanten Putin-Besuch

Bayerns Regierungschef Horst Seehofer hat Kritik an seinem bevorstehenden Treffen mit dem russischen Präsident Wladimir Putin zurückgewiesen. „Wir machen keine Nebenaußenpolitik in Deutschland“, sagte der CSU-Vorsitzende am Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Zudem sei die Reise sehr sorgfältig vorbereitet worden.

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Seehofer will am Donnerstag mit Putin in Moskau zusammentreffen.

Ihm war aus den Reihen der Sozialdemokraten (SPD) vorgehalten worden, dass die deutsche Außenpolitik in Berlin und nicht in München gemacht werde.

Der bayerische Ministerpräsident wies im deutschen TV-Sender ZDF darauf hin, dass sein Bundesland traditionell gute Beziehungen zu Russland und insbesondere zu Moskau unterhalte.

Außerdem sei man gut beraten, den Dialog mit Russland fortzuführen. Das tue ja auch die Bundesregierung.

„Denn wir sind umgeben von vielen, vielen politischen Brandherden, die ohne Moskau nicht zu lösen sind.“

Seehofer äußerte zugleich die Hoffnung, dass die nach der Annexion der Krim verhängten Sanktionen gegen Russland auch wieder schrittweise oder ganz aufgehoben werden können.

„Denn Sanktionen lösen viele der Probleme auf dieser Erde nicht.“

apa/dpa

stol