Samstag, 16. Dezember 2017

Seehofer mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt

Trotz immenser Verluste bei der deutschen Bundestagswahl ist CSU-Chef Horst Seehofer erneut in seinem Amt bestätigt worden. Nach der demonstrativen Einigung mit seinem Rivalen Markus Söder erhielt er beim Parteitag am Samstag in Nürnberg 83,7 Prozent der Stimmen - nach 87,2 Prozent vor zwei Jahren. Das Amt des Ministerpräsidenten von Bayern will Seehofer im kommenden Jahr an Söder abgeben.

Demonstrative Einigkeit bei Seehofer und Söder Foto: APA (dpa)
Demonstrative Einigkeit bei Seehofer und Söder Foto: APA (dpa)

Seehofer bekam bei der geheimen Wahl 664 der 793 gültigen Stimmen. Er bezeichnete das Votum als „gute Grundlage” für die kommenden Monate. Zuvor war die Rede davon, dass eine Zustimmung von mehr als 80 Prozent nach dem monatelangen Machtkampf in der CSU als respektabel gilt.

Im Anschluss wurde der bisherige bayrische Finanzminister Söder (50) fast einstimmig zu Seehofers Nachfolger gekürt - in einer offenen Abstimmung, bei einigen wenigen Gegenstimmen. Die offizielle Stabsübergabe soll dann im ersten Quartal 2018 erfolgen: Dann will Seehofer sein Amt abgeben, und Söder soll im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten von Bayern gewählt werden. „Ich werde mich mit ganzer Kraft, mit ganzer Leidenschaft für dieses Land und die CSU einsetzen”, versprach Söder unter großem Applaus.

apa/dpa/ag.

stol