Samstag, 28. November 2015

Seit Anschlägen tausend Menschen an Frankreichs Grenze abgewiesen

Seit der Wiedereinführung der Kontrollen an den französischen Grenzen ist fast tausend Menschen die Einreise nach Frankreich verwehrt worden. Die Abgewiesenen seien als mögliches Risiko für die öffentliche Ordnung und die Sicherheit eingestuft worden, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Samstag in Straßburg.

Als Folge der Anschläge von Paris wurde knapp tausend Menschen die Einreise nach Frankreich verwehrt. - Symbolbild.
Als Folge der Anschläge von Paris wurde knapp tausend Menschen die Einreise nach Frankreich verwehrt. - Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Nach den Anschlägen von Paris am 13. November hatte die Regierung die Sicherheitsmaßnahmen auch mit Blick auf die am Montag beginnende UN-Klimakonferenz verschärft.

Die Grenzkontrollen dienten zum einen dem Schutz der Klimakonferenz COP21, zum anderen der Gefahrenabwehr im Zuge der seit den Anschlägen vom 13. November erhöhten Terrorgefahr in Frankreich, sagte Cazeneuve bei einem Besuch eines französisch-deutschen Grenzübergangs.

Fast 15.000 Ordnungshüter im Einsatz

Insgesamt seien fast 15.000 Polizisten, Gendarmen und Zollbeamte an den Grenzen „mobilisiert“, insbesondere im Norden Frankreichs.

Zur offiziellen Eröffnung des Klimagipfels in Le Bourget nördlich von Paris werden am Montag fast 150 Staats- und Regierungschefs anreisen, unter ihnen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), US-Präsident Barack Obama, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Präsident Xi Jinping.

An diesem Tag sollen zwischenzeitlich Autobahnen und die Pariser Stadtautobahn gesperrt werden, um die Konvois mit den Staats- und Regierungschefs ungehindert passieren zu lassen. Zwei geplante große Demonstrationen am Rande des Klimagipfels wurden gestrichen.

apa/afp

stol