Donnerstag, 23. Februar 2017

Seit Brexit: Weniger Zuwanderungen nach Großbritannien

Der Zuzug von Ausländern nach Großbritannien hat stark abgenommen. Von September 2015 bis September 2016 sei die Zahl der neu im Vereinigten Königreich registrierten Ausländer auf 273.000 gesunken, teilte das Statistikamt am Donnerstag mit.

Foto: © APA/AFP

Dies seien netto 49.000 Migranten weniger als im Vorjahreszeitraum. Der größte Anteil der Zuwanderer stammte mit 165.000 weiter aus der Europäischen Union.

Aber auch deren Anteil sank um 6.000 gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig nahm die Zahl der Bürger aus ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten stark zu, die Großbritannien wieder verließen.

Im Juni 2016 hatte sich eine knappe Mehrheit in einer Volksbefragung für den Austritt Großbritanniens aus der EU ausgesprochen. Die Gegner des europäischen Staatenbundes hatten im Wahlkampf unter anderem mit einer drastischen Begrenzung der Zuwanderung vor allem aus osteuropäischen EU-Staaten geworben und lehnen die Reisefreiheit der EU-Bürger ab.

Premierministerin Theresa May hat das Ziel ihres Vorgängers David Cameron übernommen, die Netto-Zuwanderung auf unter 100.000 Menschen zu senken und durch den EU-Austritt wieder die volle Kontrolle über die Zuwanderung zurückzugewinnen.

apa/reuters

stol