Sonntag, 22. April 2018

Selbstmordanschlag in Kabul mit mindestens 48 Toten

Die Zahl der Toten bei einem IS-Anschlag in Kabul ist am Sonntag nach offiziellen Angaben auf mindestens 48 gestiegen. Weitere 112 Menschen seien verletzt worden, als eine Bombe an einer Ausgabestelle für Personaldokumente explodierte, sagte der Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums weiter. Die sunnitische IS-Terrormiliz bekannte sich über ihr Sprachrohr Amaq zu dem Anschlag.

Szenen der Zerstörung in Afghanistans Hauptstadt. - Foto: APA (AFP)
Szenen der Zerstörung in Afghanistans Hauptstadt. - Foto: APA (AFP)

Präsident Ashraf Ghani verurteilte den Angriff in der afghanischen Hauptstadt via Twitter als „abscheulich”. Am 20. Oktober sollen in Afghanistan ein neues Parlament und neue Provinzräte gewählt werden. In dem Ausgabezentrum, vor dem die Bombe detonierte, können Bürger Ausweise beantragen, die sie für die Teilnahme an den Wahlen benötigen, wie ein Sprecher des Innenministeriums erklärte.

Der mit einer Sprengstoffweste ausgestattete Angreifer sei zu Fuß zu der Ausweisstelle in einem schiitischen Stadtteil im Westen der Hauptstadt gekommen, berichtete ein Sprecher des Innenministeriums. In der Behörden-Außenstelle können Bürger Ausweise beantragen, die sie für die Teilnahme an Parlaments- und Provinzwahlen im Oktober benötigen. Die Behörden rechnen damit, dass neben den Taliban und dem IS auch örtliche Anführer und Milizen versuchen werden, die Abstimmung zu stören.

apa/ag./dpa

stol