<h3> Zwei Selfmade-Millionäre und ihre Geschichte</h3><b>Sanjeev Sharma</b>: In den 90ern kam der Inder nach Deutschland und verkaufte Rosen, um über die Runden zu kommen. Es war keine leichte Zeit. Er war Pöbeleien ausgesetzt und musste, sehen, wie er die Blumen an den Mann bzw. die Frau brachte. Seine Rosen kaufte er für 2,35 Euro und verkaufte sie für 5 Euro weiter. <BR /><BR />Bald suchte er nach Wegen, mehr Gewinn zu erzielen. Er besorgte sich seine Ware günstiger in den Niederlanden und bot seinen Kunden zusätzlich Polaroid-Fotos für 7 Euro an. Mit seinen Ersparnissen kaufte er eine Würstelbude, stellte Angestellte für das mittlerweile gut laufende Blumengeschäft ein und investierte in eine Cocktailbar. Später gründete er einen Luxuswagen-Verleih. So arbeitete er sich über die Jahre vom Straßenverkäufer zum Millionär hoch.<BR /><BR /><b>Jan Koum</b>: Er kam aus Kiew und wanderte als Teenager in die USA aus. Dort nahm er sich einen Nebenjob als Reinigungskraft, um seine Mutter zu unterstützen. Sie starb früh, und Jan arbeitete hart, um sich weiterzuentwickeln. Er brachte sich Computerkenntnisse selbst bei und fand über einen Freund einen Job bei Yahoo.<BR /><BR /> Ein Studium begann er, brach es aber nach einem Jahr ab. 2009 gründete er zusammen mit dem Freund, der ihm einst den Job bei Yahoo vermittelt hatte, auf einen Einfall hin das Unternehmen WhatsApp Inc. Anfangs war die App nur eine Idee, doch bald wurde sie zu einem Riesenerfolg – und er zum Milliardär.<h3> Aus diesem Holz sind Selfmade-Millionäre geschnitzt</h3>Die Geschichten von Sharma und Koum zeigen einige Gemeinsamkeiten. Beide begannen ganz unten und mussten hart arbeiten. Der eine hatte einen guten Geschäftssinn, der andere eine großartige Idee im richtigen Moment. Diese Charaktereigenschaften waren ausschlaggebend für ihren Erfolg:<BR /><BR />Beide verfügten über ein ausgeprägtes Gespür für Ideen und Chancen, gekoppelt an eine hervorragende Intuition für aktuelle Bedürfnisse auf wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Auch in schwierigen Momenten zeigten sie Durchhaltevermögen und Resilienz – beides Eigenschaften, die möglicherweise auch von ihrer Lebensgeschichte herrühren. Mit Mut zu kreativen Lösungen schafften sie es, besonders dort innovative Ansätze zu finden, wo andere keine sahen. <BR /><BR />Ihr Fleiß war beeindruckend: Sie waren bereit, hart zu arbeiten und lange Arbeitstage in Kauf zu nehmen, um ihre Ziele zu erreichen. Angetrieben von Neugierde entwickelten sie ihre Ideen aus den eigenen Interessen, Fähigkeiten und der Notwendigkeit heraus. Dabei verloren sie ihre Ziele nie aus den Augen und gestalteten die Wege dorthin flexibel, um diese zu erreichen. Letztendlich trugen auch ihre kommunikativen Fähigkeiten dazu bei, dass sie Menschen richtig einzuschätzen vermochten und von ihren Ideen und Produkten überzeugen konnten. Zudem gingen sie Projekte mit einem gesunden Maß an Risikobereitschaft an, was ihnen half, Chancen zu nutzen und Risiken klug zu kalkulieren.<h3> Und die Moral von der (Erfolgs)Geschicht'?</h3>Der Weg zum Durchbruch ist selten einfach und oft voller Hürden. Doch wer an seine Vision glaubt und nicht nur davon träumt, sondern Nägeln mit Köpfen macht, kann auch andere von seinen Projekten überzeugen und Erfolg haben.