Dienstag, 20. Juni 2017

Sinnige und unsinnige Verkehrsprojekte in Bruneck

Fünf Jahre hat es gedauert und eines neuen Bürgermeisters bedurft, bis die Brunecker Gemeinde endlich den Kreisverkehr an der Ahrntaler Straße verbessert hat. Hätte man diese Maßnahme direkt nach der Vorstellung im Gemeinderat umgesetzt, den Pendlern vom Tauferer-Ahrntal wären viele Stunden Stau vor Bruneck erspart geblieben.Aber da der Vorschlag von der Opposition, genauer von mir, kam, konnte die SVP dies damals ja nicht gut heißen. Diese Verbesserung des Kreisverkehrs war nach der Schließung des Nordrings die sinnvollste Verkehrsmaßnahme und konnte von Roland Griessmair gegen die internen Widerstände in der Partei durchgesetzt werden.

GR Bernhard Hilber
Badge Local
GR Bernhard Hilber

Fünf Jahre hat es gedauert und eines neuen Bürgermeisters bedurft, bis die Brunecker Gemeinde endlich den Kreisverkehr an der Ahrntaler Straße verbessert hat. Hätte man diese Maßnahme direkt nach der Vorstellung im Gemeinderat umgesetzt, den Pendlern vom Tauferer-Ahrntal wären viele Stunden Stau vor Bruneck erspart geblieben.
Aber da der Vorschlag von der Opposition, genauer von mir, kam, konnte die SVP dies damals ja nicht gut heißen. Diese Verbesserung des Kreisverkehrs war nach der Schließung des Nordrings die sinnvollste Verkehrsmaßnahme und konnte von Roland Griessmair gegen die internen Widerstände in der Partei durchgesetzt werden.
Die nächste gute Maßnahme wird die Reischacher Ausfahrt vom Südring sein. Davon hatte die SVP schon 20 Jahre geredet aber nicht gehandelt. Erst mit den Stimmen der Opposition war es möglich, diese überfällige Maßnahme zu beschließen. Eine andere sinnige Maßnahme hat man vor 2 Jahren leider vergessen, den Ausbau der Straße zwischen der Senni und dem Kreuzwirt auf 4 Spuren. Rad- und Fußwege gibt es nicht allzu weit weg und so wäre die Verbreiterung auf die 4 Spuren leicht möglich gewesen. Leider werden auch hier viele Fahrzeuge die nächsten Jahre lange im Stau stehen.
Bei unsinnigen Maßnahmen schafft es die SVP aber ganz alleine sie umzusetzen, zum Beispiel die Verlegung des Nordringes, die erst kürzlich wieder vorgestellt wurde. Damit wird kein einziges Problem gelöst, da es nämlich kein Problem gibt. Der bestehende Nordring ist größtenteils von Büros und Geschäften gesäumt und allen Anrainern, die Schallschutz wollten, wurde er gebaut. Einige wollten keinen Schallschutz, sondern lieber protestieren. Vor diesen Wenigen ist der Bürgermeister nun eingeknickt. 11,8 Millionen beim Fenster rausschmeißen kann so einfach sein. Warum finanziert man mit diesem Geld nicht die Geburtenstation in Innichen?
Eine weitere unsinnige Maßnahme wäre die zweite Umfahrung von St. Georgen. Eine erste Umfahrung gab es schon in den 70-er Jahren und keiner, der danach an der Straße gebaut hat, muss einem leidtun. Denn die Gründe an der Straße waren teurer und als erste verkauft. Aber bevor St. Georgen die zweite Umfahrung und Bruneck die Nordringverlegung bekommen soll, sollte man Percha und Kiens umfahren.
Will man wirklich dem Ahrntal etwas Gutes tun, dann sollte man einen Tunnel ins Zillertal graben (und dabei ein dickes Stromkabel nicht vergessen auszulegen). Dies kann ein einfacher Straßentunnel sein oder ein Eisenbahntunnel. Die Tauferer Bahn macht nämlich nur Sinn, wenn sie bei St. Johann in einen Tunnel ins Zillertal weiterfahren würde. Eine Autoverladung wie im Gasteinertal würde den Ahrntalern einen langen Weg über den Brenner ersparen. Und diese 15km Tunnel kosten nicht viel mehr als eine durchschnittliche Südtiroler Dorfumfahrung kostet.
Bernhard Hilber
Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Bruneck

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol