Samstag, 19. Januar 2019

Skilehrer als Vorbilder

Fällt der Begriff „Skilehrer“, startet in vielen Köpfen auch heute noch das Kopfkino des sportlichen, braungebrannten, von allen angehimmelten Gigolos, der mit seinem Charme so manche Frau in Verlegenheit bringt. Dieses Klischee hält sich teilweise hartnäckig, obwohl sich das Berufsbild sehr stark verändert hat.

Sicherer Pistenspaß. Foto: Martin Corradini
Sicherer Pistenspaß. Foto: Martin Corradini

Die Anforderungen des Marktes haben das moderne Erscheinungsbild und die Professionalität im Skiunterricht geprägt. Die Ski- und Snowboardschulen sind mittlerweile Wirtschaftsbetriebe im Dienstleistungssektor, die zu 100 Prozent Schneesportunterricht anbieten – und dies vor allem im Kinderbereich. 

Aus diesem Grund ist es für die Skilehrerschule und die Landesberufskammer der Skilehrer, die von Claudio Zorzi geleitet wird, enorm wichtig, für eine entsprechende Ausbildung der Skilehrer zu sorgen. In den vergangenen 15 Jahren wurden drei methodisch-didaktische Lehrbücher über Kinderski- und Kinderlanglauf-Unterricht entwickelt. Es wurden spezifische und teils revolutionäre Lernmethoden erarbeitet und erprobt, die auch international auf viel Anerkennung gestoßen sind.

Mittlerweile hat sich die Professionalität in der Vorgehensweise der Entwicklung solcher Methoden, der Schulungen der Schneesportlehrer und der Ausbildung rasant entwickelt. Es haben sich eigene methodisch-didaktische Entwicklungs- und Schulungsteams in der Skilehrerschule gebildet, die unter anderem von Andreas Recla geleitet werden.

Skilehrer Claudio Zorzi. Foto: privat

„Im Kinderbereich sind uns neben der Entwicklung von sportmotorischen Fertigkeiten auch die Motivation und die Kommunikation mit Kindern ein großes Anliegen“, sagt Claudio Zorzi: „Wir haben Apps für Kinderskilehrer entwickelt, bieten skischulspezifische Fortbildungen  an und haben die Ausbildung an die neuen Notwendigkeiten angepasst.“

Weitere Termine der Sicherheitskampagne „Ich habe Spaß, ganz sicher“: 

22.1.19 Gitschberg Joch- tal – „Kinder Spezial“

23.1.19 Reinswald/ Sarntal - „mit der Schule auf die Piste“

27.1.19 Drei Zinnen Dolomiten/Rotwand – „Fun Slope Spezial-Rotwand“

3.2.19    Seiser Alm

17.2.19 Kronplatz Air – „Freestyle Spezial“

Und hier noch einige FIS Regeln für die Verhaltensweisen auf den Pisten:  

1. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.

2. Jeder Skifahrer muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise  seinem Können und den Pisten- und Witterungsverhältnissen anpassen.

3.+4. Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer oder Snowboarder nicht gefährdet.

5. Immer mit genügend Abstand  überholen.

6. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss einen Sicherheitsabstand zum Pistenrand und zu den anderen halten.

7. Vor dem Losfahren nach einem Halt immer nach oben und unten  schauen, sodass man ohne Gefahr in die Piste einfahren kann.

8. Anhalten wenn möglich nicht in der Mitte der Piste und nie an unübersichtlichen Stellen.

9. Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

10. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und Beschilderung beachten.

11.+12. Bei Unfällen ist jeder und jede zur Hilfeleistung verpflichtet. Es müssen immer die Personalien angegeben werden, ob als Zeuge oder am Unfall beteiligt.

stol