Kaninchen und auch Meerschweinchen zeigen meist nicht, wenn es ihnen nicht gut geht – und das hat einen Grund. In freier Wildbahn dürfen sie nicht als krank auffallen, da sie sonst schnell Beute von Greifvögeln, Mardern oder Füchsen werden. Auch bei unseren Haustieren erkennen wir Krankheiten daher häufig erst spät.<BR /><BR />Der deutsche Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. betont immer wieder, dass Kleintierhalter bereits bei geringen Krankheitsanzeichen sofort einen Tierarzt aufsuchen sollten, weil Nagetiere selbst starke Schmerzen nicht deutlich zeigen. Wenn ein Kaninchen also nicht zur Futterstelle kommt, obwohl es sonst immer als erstes da ist, sollte man das durchaus ernst nehmen; ebenso, wenn es beim Freilauf nicht das Gehege verlässt, wenn es apathisch in einer Ecke sitzt oder herumliegt und wenn es plötzlich „zahm“ ist, obwohl es sich sonst nicht anfassen ließ. <h3> Besser zum Tierarzt</h3>Zusammengefasst: Wenn es sich anders als gewohnt verhält, sollte man nicht zögern, zum Tierarzt zu gehen. Denn all das sind Anzeichen dafür, dass das Kaninchen bereits schwer erkrankt ist und es im schlimmsten Fall sogar sterben kann, wenn es keine tierärztliche Hilfe bekommt.<BR /><BR /> Ob ein Kaninchen gesund ist, erkennt man daran, wenn das Tier folgende Merkmale aufweist:<BR /><BR /><b>Saubere Ohren</b> (keine Pusteln, Schuppen, Wunden oder Schorf)<BR />Klare, offene Augen (kein Ausfluss, kein Zukneifen oder ständiges Blinzeln, keine geröteten Augenränder, Flecken oder Trübheit im Auge, keine Schwellungen …)<BR /><BR /><b>Gesunde Vorderzähne</b> (die Zähne sind nicht zu lang oder schräg, der Mund ist nicht offen, das Kaninchen ist nicht nass am Kinn …); die Backenzähne sollte man regelmäßig vom Tierarzt prüfen lassen.Saubere Nase (kein Ausfluss, kein Niesen, keine Verklebungen …)<BR /><BR />Das Kaninchen ist <b>nicht abgemagert oder übergewichtig</b>.<BR /><BR /><b>Gepflegtes Fell</b> (keine Schuppen, sichtbaren Wunden, Verdickungen, Kahlstellen, Verfilzungen, Schorf, Verklebungen …); hier ist wichtig zu erwähnen, dass ein gesundes Kaninchen auch an den Pfoten und am After sauber ist.<BR /><BR /><b>Normales Verhalten</b>: Das Kaninchen frisst und bewegt sich normal (keine Schonhaltung, kein Lahmen, Humpeln, apathisches Dasitzen, kein Zurückziehen und keine plötzliche Verhaltensänderung).<BR /><BR /><b>Feste Kotkugeln, normaler Urin</b>: Das Kaninchen setzt Kot und Urin normal ab und zeigt keine Auffälligkeiten (kein breiiger, dünnflüssiger oder kleiner/kantiger Kot, kein sandiger/eingedickter Urin).<BR /><BR />Die <b>Krallen</b> sind nicht länger als die Haare an den Pfoten.<BR /><BR />Die richtige Haltung ist entscheidend, damit Kaninchen gesund bleiben. Kaninchen brauchen richtig viel Platz zum Toben – auch in der Nacht. Ein herkömmlicher Käfig oder ein kleines Häuschen reichen also nicht aus, sondern sie brauchen ein großes Gehege. Zudem brauchen sie Artgenossen zum Spielen, täglich frisches Grünfutter und eine ausgewogene Ernährung.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />