<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Katzen sind Jäger. Sie lieben es, draußen umherzustreunen, auf Beutegang zu gehen und die Umgebung zu erkunden. Zudem bewegen sich Freigängerkatzen mehr und leiden seltener an Übergewicht als ihre Artgenossen, die drinnen leben. Sie sind zudem in der Regel ausgeglichener. <BR /><BR />Aber draußen lauern auch viele Gefahren, wie Verkehrsunfälle, Hunde, Revierkämpfe sowie Infektionen und Parasiten. Aus diesem Grund leben reine Wohnungskatzen durchschnittlich sogar doppelt so lange wie Freigänger.<BR /><BR />Auf Freigang verzichten sollte man besser, wenn sich in der Nähe eine stark befahrene Straße befindet. Katzen, die gesundheitlich oder körperlich beeinträchtigt sind oder Träger bestimmter Viren wie zum Beispiel FIV sind, dürfen ebenfalls nicht nach draußen. <BR /><BR />Auf Freigang verzichten sollten auch besser Katzen, die sehr ängstlich sind. Ansonsten kann man auch Katzen, die immer nur in der Wohnung waren, nach einem Umzug Freigang ermöglichen. Dabei muss man allerdings ein paar Dinge beachten.<h3> Langsam an Freigang gewöhnen</h3>Man sollte nicht einfach die Tür öffnen und die Katze nach einigen Jahren in der Wohnung plötzlich alleine nach draußen lassen. Geräusche und unbekannte Gerüche können sie erschrecken und manche finden dann nicht mehr nach Hause. Am besten macht man seine Katze daher etappenweise mit dem Leben im Freien vertraut.<BR /><BR />Ist man eben erst umgezogen, sollte man seiner Katze eine Eingewöhnungszeit von sechs bis acht Wochen im Haus gewähren und sie erst dann nach draußen lassen. In dieser Anfangszeit kann man ein Rückrufsignal einführen. Das hilft später, sie wieder ins Haus zu locken. <BR /><BR />Man kann beispielsweise immer vor der Fütterung ein bestimmtes Wort rufen. Manche Katzenhalter nutzen das Knistern einer Leckerlitüte, schütteln den Trockenfutterbehälter oder pfeifen.<BR /><BR />Ist der Tag des ersten Freiganges gekommen, kann man die Tür öffnen und der Katze selbst überlassen, wie weit sie sich hinauswagt. Den ersten Ausflug sollte man begleiten und idealerweise ist die Katze hungrig, dann ist sie motivierter, wieder ins Haus zu laufen. <BR /><BR />Beim ersten Freigang kann man ruhig mit seinem Tier sprechen und lockt es nach etwa zehn Minuten bereits wieder ins Haus. Die Dauer kann man dann immer weiter ausweiten. <BR /><b>Tipp:</b> Ist das Tier noch unsicher, kann ein erster Freigang mit Geschirr und Leine helfen. Das ist aber nicht für jede Katze geeignet.<BR /><BR />Es hilft, Rituale zu etablieren, das heißt, man lässt die Katze immer zur gleichen Uhrzeit raus und zur gleichen Uhrzeit wieder rein. Futter gibt es nach dem Freigang, nicht davor. Das Rückrufsignal wird immer mal wieder geübt.<BR /><BR /><b>Wichtig:</b> Vor allem anfangs sollten Katzen nachts drinnen bleiben. Denn nachts ist die Gefahr größer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74475231_listbox" />