<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Für zwei Kaninchen müssen mindestens vier Quadratmeter zur Verfügung stehen. Für jedes weitere Tier zwei zusätzliche Quadratmeter. Bei der Außenhaltung ist auch ein geschütztes Nachtquartier nötig. Im Sommer sollte dieses kühler als die Außentemperatur sein. Und selbstverständlich sollte das gesamte Gehege von allen Seiten vor Eindringlingen gesichert sein. Wichtig: Die tag- und nachtaktiven Tiere müssen auch nachts uneingeschränkten Zugang zu ihrem Gehege haben. <BR /><BR />Das Innengehege kann auf verschiedene Ebenen aufgebaut werden und sollte ebenso über Verstecke und Beschäftigungsmöglichkeiten verfügen. Damit die Tiere auch drinnen dem Bedürfnis des Buddelns nachkommen können, sollte eine Sandkiste bereitstehen. Wichtig: Auch in der Wohnung brauchen Kaninchen einen sicheren Auslauf. Noch vor dem Einzug sollten also alle Stromkabel verdeckt und giftige Pflanzen oder Plastikgegenstände verbannt werden.<BR /><BR />Die Rudeltiere dürfen nie allein gehalten werden. Sie brauchen Artgenossen, wobei alle Rammler kastriert werden müssen, denn Kaninchen sind bereits ab zehn Wochen geschlechtsreif. <h3> Beschäftigung muss her</h3>Selbst wenn das Gehege noch so groß ist, können sich die Tiere langweilen. Dabei ist es wichtig, dass die Nager auch mental gefordert werden, um ein langes und glückliches Leben führen zu können.<BR /><BR />Im Zoofachhandel gibt es eine Vielzahl an Intelligenzspielzeugen, die mit Futter befüllt werden können, aber man kann auch selbst kreativ werden. Anstatt das Futter einfach ins Gehege zu legen, kann man das Heu beispielsweise in einen Gitterball stopfen und ins Gehege hängen und Grünfutter auf Metallstäben oder Schnüren aufspießen. Man kann Labyrinthe aus Kartons anlegen, Leckerlis in Eierschachteln verstecken oder Knabberspielzeug aus Naturholz basteln. Man kann einen Pappkarton mit zerkleinertem und zerknülltem Zeitungspapier befüllen und dort Leckerlis und Blattgemüse verstecken. <BR /><BR />Man kann Weiden, Apfelholz oder Haselnuss-Zweige ins Gehege legen. Die Nager lieben es nicht nur, auf solchen Hölzern zu kauen – sie sind auch gut für die Zahnpflege. <h3>Buddelkiste</h3>Kaninchen wollen buddeln. Haben sie nicht die Möglichkeit dazu, beispielsweise weil sie nur in der Wohnung gehalten werden, kann man ihnen eine Buddelkiste einrichten. Dazu gibt man ein Gemisch aus Sand und Erde in eine ausreichend tiefe Kiste (ca. 40 Zentimeter).<BR /><BR /> Achtung: Bitte auf normale Blumenerde verzichten, da der darin enthaltene Dünger giftig sein kann. Am besten nimmt man immer Mutterboden. Alternativ kann man die Buddelkiste mit ungiftigen Papierknäueln befüllen.<h3> Mit dem Kaninchen spielen</h3>Kaninchen können nicht nur mit ihren Artgenossen, sondern auch mit dem Menschen spielen. Man kann mit den Tieren gemeinsam das Gehege erkunden, Futterspiele spielen oder ihnen mithilfe von Leckerlis sogar kleine Kunststückchen beibringen. <BR /><BR />Das macht allen Spaß und stärkt die Bindung. Vor allem, wenn man Kinder hat, ist das eine gute Möglichkeit, den Tieren nahe zu sein, ohne sie ständig hochzuheben oder zu streicheln, wovon man lieber Abstand nehmen sollte. <BR /><BR />Wichtig ist, Kaninchen niemals zu einem Spiel zu zwingen. Sie müssen selbst entscheiden, wann sie Kontakt möchten und wann sie ihre Ruhe brauchen.