Mittwoch, 09. Mai 2018

So macht Sonnen Spaß

Beinahe jeder hatte schon mal einen Sonnenbrand und die Gefahr ist bekannt. Besonders gefährlich ist es am Anfang, wenn man übermütig lange die warmen Strahlen genießt. STOL hat mit dem Primar der Dermatologie des Krankenhauses Meran, Dr. Pierfrancesco Zampieri, über den richtigen Schutz gesprochen.

So führen die warmen Sonnenstrahlen nicht zum Frust.
Badge Local
So führen die warmen Sonnenstrahlen nicht zum Frust. - Foto: © shutterstock

Vielerorts beginnt in absehbarer Zeit die Badesaison, die Tage werden länger, die milden Temperaturen laden zum Zeitvertreib in der Sonne ein. Doch die Freude wird getrübt, wenn man abends mit feuerroten Schultern heimkommt. Ist die Haut erstmal rot und spannt, ist es schon zu spät: Jeder Sonnenbrand verursacht irreparable Schäden auf der Haut und erhöht das Risiko für Hautkrebs um ein Vielfaches.

Doch reicht es, sich dick mit Sonnencreme einzureiben, um sich stundenlang der prallen Sonne auszusetzen? Nein, weiß der Experte.

Richtige Kleidung schützt effizient

„Sonnencreme ist wertvoll für Körperstellen, die sich nicht anders schützen lassen, wie zum Beispiel die Lippen oder die Ohrmuscheln“, erklärt der Primar der Dermatologie Dr. Pierfrancesco Zampieri im Gespräch mit STOL. An anderen Körperstellen sei der beste Schutz immer noch Kleidung, die die Haut bedeckt: „Mittlerweilen gibt es sogar UV-geprüfte Kleidung“, so Dr. Zampieri.

Textilien mit UPF 40-Schutz versprechen, dass man 40 Mal länger in der Sonne bleiben kann als ungeschützt. Mit diesen Stoffen ist es auch möglich, ähnlich wie bei Neoprenanzügen, ins Wasser zu gehen.

Mittagsstunden in der Sonne meiden

Dennoch ist es die beste Vorbeugung, die zentralen Stunden der Sonneneinstrahlung von 12 bis 17 Uhr zu meiden. Das gilt auch im Winter: Gletscher und Schnee haben dieselben Eigenschaften wie Wasser und helle Sandstrände – sie reflektieren das Sonnenlicht.

Sonnenschutzfaktor je nach Hauttyp

Je nach Hauttyp gelten daher Faustregeln, mit welchem Sonnenschutzfaktor man in die Badesaison starten sollte: „Rothaarige und blonde Menschen mit hellen Augen gehören zu den Hautkategorien, die keine Bräunung erhalten und nicht ausreichend Melanin produzieren“, erklärt Dr. Pierfrancesco Zampieri. Er empfiehlt in diesem Fall, mit Sonnenschutzfaktor 50 zu beginnen.

Wasser begünstigt einen Sonnenbrand - die gefährlichen UV-Strahlen können bis zu einem Meter unter die Wasseroberfläche eindringen und reflektieren. Beim Baden generell lieber öfters eincremen, da sich durch das Wasser der Schutz schneller löst.

stol/ape

 

 

stol