Das Vorhaben wird morgen im Rat der Gemeinden diskutiert. Hier sind die interessanten Details!<BR /><BR /> Derzeit arbeiten öffentliche Hand, die Kapitalanlegegesellschaft der 2 Länder Südtirol und Trentino „Euregio Plus“ sowie die Energiegesellschaft Alperia an einem Abkommen. Denn: An Flächen zur Installation von Fotovoltaik-Anlagen auf Turnhallen, Schulen, Sportanlagen oder Parkplätzen fehlt es der öffentlichen Hand nicht. Man zögert aber, viel Geld zu investieren, das sich erst langfristig rechnet. Da wird lieber ein Gehsteig gebaut, der lange zugesagt war. „Und es scheitert am Know-how zu Projektierung, Vergabe, Installation und Wartung“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher.<BR /><BR /><embed id="dtext86-65506579_quote" /><BR /><BR />Die Lösung liegt in einer Kooperation: „Land und Gemeinden stellen die Flächen bereit, Alperia sorgt für die technische Umsetzung und Euregio Plus sammelt über einen Fonds das Geld“, so Kompatscher. Der Fonds müsse seine Renditen einspielen, die Kosten für die Installation eingefahren werden. Unterm Strich sei das Vorhaben für die öffentliche Hand aber vorteilhaft und ohne Risiko. Man erfinde das warme Wasser nicht neu, andernorts gebe bereits Fonds für die Klimawende. In einem zweiten Schritt sei die Ausdehnung auf Private, wie z.B. Industriebetriebe möglich.<BR /><BR />Alperia-Chef Luis Amort spricht von einer guten Möglichkeit, den Klimaplan umzusetzen. Alperia habe die Ausschreibung von „Euregio Plus“ für die technische Umsetzung gewonnen. „Ziel ist es, heuer die erste Anlage in Betrieb zu nehmen.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1047369_image" /></div> <BR /><BR /> Das Vorhaben wird morgen im Rat der Gemeinden diskutiert. „Wir sind derzeit aber auch im Gespräch mit Körperschaften des Landes wie Uni und Wobi“, so Generaldirektor Sergio Lovecchio. Mit Land und Eurac arbeite man an einer Erhebung der in Frage kommenden Flächen.<BR /><BR />„Anvisiert wird eine Minimalproduktion von 30 Megawatt. Ziel sind aber bis zu 100“, so Lovecchio. Letzteres würde einer Investition von 130 Mio. Euro entsprechen. Geld kommt von Anlegern wie Banken und Versicherungen, aber mit 7,5 Mio. Euro auch von Alperia. Die Rendite liege mit 6,5 Prozent über jener von Staatsanleihen. <h3> Der Vorteil für die Gemeinden</h3>Was aber wäre der Vorteil für die Gemeinden? „Unmittelbar 20 bis 30 Prozent Rabatt auf den produzierten Strom. Sollten die Energiekosten wieder explodieren, ist es mehr, denn wir sichern den Abnahmepreis ab“, so Lovecchio. Und in 10 Jahren, wenn die Anlage amortisiert ist, gehört sie den Eigentümern.<BR />Abgesehen von der Klimawende profitiert auch der Bürger vom Plan. Zahlen Land und Gemeinden weniger für den Strom, bleibt mehr für andere Investitionen und Vorhaben übrig.