Freitag, 16. Oktober 2015

Sofia: Flüchtling von Warnschüssen getötet

Der Flüchtling, der am Donnerstag von bulgarischen Grenzschützern erschossen wurde, ist ersten Erkenntnissen zufolge von einem Querschläger getroffen worden.

Foto: © APA/AP

Der Mann aus Afghanistan sei getroffen worden, als ein Grenzschutzbeamter Warnschüsse auf eine Gruppe von Flüchtlingen abgab, sagte ein ranghoher Vertreter des Innenministeriums in der Nacht zum Freitag dem Rundfunksender BNR.

Nach Angaben einer Sprecherin des Innenministeriums ereignete sich der Vorfall am Donnerstagabend der Nähe der südostbulgarischen Kleinstadt Sredez. Eine große Gruppe Flüchtlinge habe versucht, aus der Türkei nach Bulgarien zu kommen. Dabei sei einer von ihnen von einer Kugel getroffen worden und auf dem Weg zum Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Es ist der erste tödliche Schuss von einem Sicherheitsbeamten seit Beginn der Flüchtlingskrise in Europa. Der bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow erfuhr während des EU-Gipfels von dem tragischen Zwischenfalls und reiste sofort in seine Heimat zurück.

apa/afp

stol