Donnerstag, 05. Juli 2018

Somalische Dorfbewohner wehrten sich gegen Al-Shabaab

Bei Kämpfen zwischen Dorfbewohnern und Mitgliedern der Terrorgruppe Al-Shabaab in Somalia sind mindestens 20 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Bewaffnete Kämpfer der Islamisten-Miliz hätten das Dorf Aad im Zentrum des Landes angegriffen, sagte am Mittwoch Jama Hussein, ein Vertreter der Streitkräfte.

Bei Anschlägen und Angriffen haben Kämpfer von Al Shabaab bisher Tausende Menschen getötet. Im Bild: Ein Terrorist wird von einem somalischen Polizisten bewacht (2016)
Bei Anschlägen und Angriffen haben Kämpfer von Al Shabaab bisher Tausende Menschen getötet. Im Bild: Ein Terrorist wird von einem somalischen Polizisten bewacht (2016) - Foto: © APA/AFP

Die Bewohner des Dorfes hätten sich daraufhin mit Nomaden und Kamelhirten zusammengetan und zur Waffe gegriffen, um die Angreifer abzuwehren. Unter den 20 Toten sind nach seinen Angaben auch Al-Shabaab-Kämpfer.

Die Terrormiliz habe von den Dorfbewohner Nutztiere als Zeichen islamischer Wohltätigkeit gefordert, sagte der Anrainer Muhyadin. Sie würden zudem junge Männer im Alter von 14 bis 16 Jahren als Rekruten einsammeln, die als Kindersoldaten dienen müssten. Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats.

Bei Anschlägen und Angriffen haben sie bisher Tausende Menschen getötet. Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.

dpa

stol