Bekanntlich will Landesrat Philipp Achammer schon mit Sommer 2026 den Kindergarten mit Hilfe externer Anbieter bis Ende Juli quasi „verlängern“. Die Einschreibung dafür soll bereits im kommenden Jänner über die Kindergartenanmeldung erfolgen. <BR /><BR />Erfahrungen aus dem Trentino zeigen: Die Nachfrage nach 11 Monaten Betreuung am Stück ist groß, mittlerweile sind 70 Prozent der Kindergartenkinder auch für das Sommerangebot eingeschrieben.<BR /><BR />Die Koordination dafür soll in Südtirol das Land übernehmen. Für die externen Anbieter hieße das: Nicht sie bestimmen das Angebot entsprechend ihren – personellen – Ressourcen, sondern die Nachfrage der Eltern. <BR /><BR />Und dann ist da ja auch noch der August – und die Grundschulkinder, für deren Sommerbetreuung laut Achammer weiterhin die Gemeinden zuständig sein sollen. „Tatsächlich wäre die geplante Verlängerung des Kindergartens bis Ende Juli eine Verschlechterung des Status quo, wo wir in vielen Gemeinden im Sommer bis zu 9 Wochen Sommerprogramm für Kindergartenkinder und Grundschulkinder zeitgleich anbieten – und diese in den Monaten Juli und August“, so Ladurner.<h3> „Können Durchführung der Betreuung derzeit nicht garantieren“</h3>Unterdessen sind die Anbieter aber noch voll damit beschäftigt, die Personalreihen für den heurigen Sommer zu schließen. „Wegen Personalmangels können wir die Durchführung der Betreuung derzeit nicht garantieren“ – diese Mitteilung flatterte vor Kurzem Eltern ins Haus, die ihre Kinder in der SOMNIAS-Sommerbetreuung eingeschrieben haben. <BR /><BR />Mittlerweile gibt es für das Sterzinger Sommerangebot der SOMNIAS wieder Hoffnung. „Nicht zuletzt dank der Mithilfe der Eltern, die selber geholfen haben, Personen zu suchen, bin ich mittlerweile zuversichtlich“, sagt deren Geschäftsführer Lukas Zimmerhofer. <h3> „Rahmenbedingungen müssen besser sein</h3> <h3> “</h3>Prinzipiell findet er Achammers Idee „sehr, sehr gut“. Und es sei auch nicht so, dass externe Anbieter dies gar nicht schaffen könnten. Die Rahmenbedingungen dafür müssten aber besser sein. So sei es derzeit beispielsweise sehr kompliziert, Kindergärtnerinnen, die in den Ferien bei Sommerprojekten arbeiten wollen, zu beschäftigen. „Sie müssen sich das meist aufwendig genehmigen lassen – und nicht in jeder Direktion gelingt es“, weiß er. <BR /><BR />Auch sei die erzwungen niedrige Bezahlung des Personals ein Problem: „Wir müssen unter den Vergütungen für das Kindergartenpersonal bleiben“, berichtet er. Diese Regelung trifft allerdings nur für Träger zu, die wie SOMNIAS ihre Sommerprojekte direkt über Ansuchen an das Land finanzieren.<BR /><BR />Mit einigen Anbietern hat Achammer nach eigener Auskunft bereits erste Gespräche geführt, weitere Gespräche sollen nach seiner Rückkehr aus Afrika (wir haben berichtet) stattfinden. Bis Frühherbst soll alles unter Dach und Fach sein, damit ab Jänner 2026 tatsächlich die Anmeldungen entgegengenommen werden können.