<b>1. Bräune als etwas Gesundes betrachten</b><BR />Bräune ist kein Zeichen von Gesundheit, sondern vielmehr der Versuch der Haut, sich vor weiteren Schäden durch Sonnenstrahlung zu schützen. Konkret passiert das: Trifft die UV-Strahlung der Sonne auf unsere Haut, bildet sich dort der Hautfarbstoff Melanin. Außerdem dunkelt bereits vorhandenes Melanin nach. Der Hautfarbstoff legt sich dabei in den Hautzellen schützend über den Zellkern, um weitere Schäden am Erbgut zu verhindern. Diese können zu Hautkrebs führen. Der Schutzmechanismus durch Bräune hat aber seine Grenzen – und kann die Sonnencreme keinenfalls ersetzen. Die körpereigene Bräune hat maximal einen Lichtschutzfaktor von 4 bis 6. Eine gute Sonnencreme aber liefert einen Lichtschutzfaktor von 30 bis 50.<BR /><BR /><b>2. Zu wenig Sonnenschutz auftragen</b><BR />Die meisten Menschen benutzen nur ein Viertel bis die Hälfte der Sonnencreme-Menge, die es für einen guten Schutz bräuchte. Damit man tatsächlich den Lichtschutzfaktor erreicht, der auf der Packung angegeben ist, sollte man 2 Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut verwenden. In Löffel übersetzt: Um sich von Kopf bis Fuß zu schützen, brauchen Erwachsene 3 bis 4 Esslöffel Sonnencreme.<BR /><BR /><b>3. Nur am Strand oder See Sonnencreme nutzen</b><BR />Im Sommer ist das Eincremen nicht nur im Freibad oder bei der Bergtour wichtig. Denn auch wenn wir zur Arbeit radeln oder uns in der Mittagspause einen Kaffee draußen gönnen, sind wir der UV-Strahlung ausgesetzt. Sie kann auch dann Schaden anrichten, wenn wir nicht stundenlang in der Sonne braten und einen Sonnenbrand bekommen. Denn: Unsere Haut vergisst nicht. Über die Jahre sammeln sich die UV-Schäden an – und können schlimmstenfalls zu Hautkrebs führen. Außerdem lässt UV-Strahlung unsere Haut schneller altern.<BR /><BR /><b>4. Die Augen nicht vor der Sonne schützen</b><BR />Auch die Augen können eine Art Sonnenbrand bekommen, Fotokeratitis heißt das in der Medizin. Trifft UV-Strahlung in hoher Intensität oder über längere Zeit auf die Augen, drohen schmerzhafte Entzündungen der Netz- und Hornhaut. Typische Symptome sind Augenschmerzen, ein Gefühl von Sandkörnchen im Auge, verschwommenes Sehen und erhöhte Lichtempfindlichkeit. Und: Es drohen bleibende Schäden an Netz- und Hornhaut. Eine Sonnenbrille schützt davor. Es sollte aber nicht das Modell mit den kleinen, runden Gläsern sein. Denn dann besteht Gefahr, dass die UV-Strahlung von der Seite in die Augen trifft. Und: Die Brille sollte gekennzeichnet sein mit Angaben wie „UV-400“, „100 Prozent UV-Schutz“ oder dem CE-Zeichen.