„Das Ergebnis der Schweizer Volksbefragung ist besorgniserregend. Wir werden darüber in Brüssel sprechen“, kommentierte die italienische Außenministerin Emma Bonino laut Medien vom Montag. Derzeit arbeiten 65.000 Italiener in der Schweiz.Der PD warnte vor Verhetzung. „In einer globalisierten Welt darf man keine Barrikaden aufrichten. Die Schweizer Volksbefragung ist eine Warnung für rassistische Parteien in Italien“, kommentierte Federica Mogherini, außenpolitische Verantwortliche der PD.Die Lega Nord begrüßte das Resultat der Volksbefragung. „Zum Glück gibt es ein zivilisiertes Volk wie die Schweizer. Wir sollten uns an ihnen ein Beispiel nehmen. In erster Linie, weil die Bürger mit ihrer Stimme entscheiden. Und zweitens, weil die Schweizer nach ihrem Interesse handeln. Es geht um Selbstverteidigung. Der Migration in Zeiten der Krise Schranken zu setzen, ist ein Recht und eine Pflicht jedes Landes“, kommentierte Lega Nord-Chef Matteo Salvini im Interview mit der Tageszeitung „La Stampa“ am Montag.Die Tatsache, dass tausende Italiener ihren Job in Italien verlieren könnten, betrachtet Salvini als Herausforderung. „Das Problem ist, dass Italien die in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer nicht genügend schützt. Wenn diese die Möglichkeit hätten, würden sie bestimmt lieber in Italien arbeiten. Sie sind zur Migration gezwungen“, sagte Salvini.Der Präsident der an das Tessin grenzenden Region Lombardei, Roberto Maroni, will von der Regierung in Rom die Einrichtung einer Freihandelszone verlangen. „In der Lombardei soll der Steuerdruck, der auf Unternehmen lastet, auf Schweizer Niveau sinken. In Grenzgebieten gibt es seit jeher Probleme, die von den Unterschieden zwischen zwei Systemen abhängen. Daher will ich von der Regierung die Einführung einer Grenzzone fordern, in der – wie bereits für die Benzinpreise – der Steuerdruck an das Schweizer System angepasst wird“, kommentierte Maroni von der Lega Nord.apa