Geworden sind „nur“ 93.630 Euro. Aber die kämpferischen Frauen lassen vom Vorhaben nicht ab. „Wir haben die Wette verloren, aber arbeiten weiter, bis wir unser Ziel erreichen“, sagte Präsidentin Susanne Ferstl.<BR /><BR />Zur Erinnerung: Dem Evangelischen Frauenverein gehört das Hotel Angelica in Obermais. Der Vertrag mit den Pächtern läuft Ende 2025 aus. „Wir halten daran fest, dort unser Sozialprojekt zu verwirklichen“, sagte Ferstl. Dieses sieht die Verwirklichung von 5 Wohnungen für je ein bis 2 Senioren sowie 2 Wohngemeinschaften mit 5 Einheiten vor, sie sollen 15 bis 30 Senioren betreutes Wohnen bieten. <BR /><BR />Zudem, so Architekt Stefan Pur, soll eine Hausarztpraxis, eine Art Generationencafè und eine Kinderbetreuungseinrichtung für Angestellte vorgesehen werden. Baubeginn wäre im Frühjahr 2026, Einzug 1,5 Jahre später.<h3> 80.000 Flyer verteilt – 93.628 Euro gespendet</h3>In den vergangenen Monaten habe man 80.000 Flyer verteilt. „Wir hatten sehr viel Resonanz, vor allem von den Meranern, die uns mit Spenden bedacht haben“, sagte Ferstl. Insgesamt haben rund 600 Leute 93.628 Euro gespendet – „darunter Vereine, Vereinigungen, Banken und Private.<BR /><BR /> Es wurde bei Rorate, beim Suppensonntag, als Gedenken für Verstorbene gespendet. Wir haben verloren, aber wir führen die Spendenaktion weiter, denn uns war nicht bewusst, dass vor Weihnachten viele schon anderweitig Spenden zugesagt hatten“, sagte Ferstl. Man habe bereits eine Liste von Menschen, die gerne einziehen würden. <BR /><BR />Weil Ferstl die Wette verloren hat, werde sie nun eine Woche lang im Seniorenwohnheim Bethanien, das auch dem Evangelischen Frauenverein gehört, abspülen. SVP-Fraktionssprecher Reinhard Bauer, der auch die Wette verloren hat, wird noch vor Ostern an einen Samstag am Thermenplatz Spenden für das Projekt sammeln, eventuell auch unter Zuhilfenahme eines Pflegebetts. <h3> Hoffen auf Unterstützung</h3>Nun werde es Treffen mit der Bank und der Gemeinde Meran geben. „Und wir werden Firmen erneut anschreiben, weil wir hoffen, jetzt eher Unterstützung zu kriegen“, so Ferstl. Vizebürgermeisterin Katharina Zeller dankte den Frauen dafür, was sie auf die Beine stellen wollen.<BR /><BR /> „Diese Privatinitiative ist absolut zu begrüßen. Es ist nicht einfach, privaten Trägern öffentliche Gelder zukommen zu geben. Wir brauchen mehr Plätze für ältere Menschen mit innovativen Ansätzen. Sie können mit unserer Unterstützung rechnen“, so Zeller.