Samstag, 31. März 2018

Spannendes Rennen bei Präsidentenwahl in Sierra Leone

In der zweiten Runde der Präsidentenwahl in Sierra Leone wird ein knappes Ergebnis erwartet.

In der ersten Runde lag der Oppositionskandidat Julius Maada Bio mit 43,3 Prozent der Stimmen noch knapp vor seinem Kontraenten.
In der ersten Runde lag der Oppositionskandidat Julius Maada Bio mit 43,3 Prozent der Stimmen noch knapp vor seinem Kontraenten. - Foto: © APA/AFP

Die Stichwahl am Samstag war notwendig, da zuvor kein Kandidat die erforderliche Mehrheit von 55 Prozent errungen hatte. In der ersten Runde lag der Oppositionskandidat Julius Maada Bio mit 43,3 Prozent der Stimmen vor dem Kandidaten der Regierungspartei APC, Samura Kamara (42,7 Prozent).

Weniger Bürger gehen zu den Urnen

In der Hauptstadt Freetown war nach ersten Eindrücken von Beobachtern die Wahlbeteiligung geringer als im ersten Wahlgang. Sie hoffe auf eine friedliche Wahl und eine rasche Rückkehr zur Normalität, sagte die Händlerin Yainkain Kargbo. „Wir haben so lange darauf gewartet, dass diese Wahl vorbei ist.“ In dem westafrikanischen Staat sind 3,2 Millionen Menschen wahlberechtigt.

Das Oberste Gericht hatte den Urnengang auf Antrag der Wahlkommission um 4 Tage verschoben. Hintergrund war eine Beschwerde der Regierungspartei über angebliche Unregelmäßigkeiten. Er hoffe, dass die Kommission eine faire Wahl sicherstelle, sagte ein junger Wähler.

Erste Präsidentenwahl seit Ebola-Epidemie

Es ist die erste Präsidentenwahl in Sierra Leone nach der verheerenden Ebola-Epidemie, bei der fast 4000 Menschen starben. Die Wirtschaft brach in Folge der Epidemie von 2014 bis 2016 um ein Viertel ein.

Bio und sein Oppositionsbündnis SLPP versprechen, gegen Korruption zu kämpfen und die Wirtschaft anzukurbeln. Der bisherige Präsident Ernest Bai Koroma durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Wann erste offizielle Ergebnisse vorliegen, ist noch nicht bekannt.

dpa

stol