Wenn Björn Poss, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Hochschule Geisenheim, über die Vorteile von Drohnen in landwirtschaftlichen Steillagen spricht, kommt er fast ins Schwärmen: keine Bodenverdichtung, Reduktion von Abdrift, höhere Umweltverträglichkeit, geringeres Anwenderrisiko und vor allen Dingen eine verbesserte Wirtschaftlichkeit. <BR /><BR />Das Fazit laut Poss: Der Einsatz von Sprühdrohnen funktioniert sehr sehr gut, gerade als Alternative zu herkömmlichen beschwerlichen und/oder aufwendigen Spritzmethoden in den Steillagen. „Die Drohnentechnologie ist ein unverzichtbarer Fortschritt, um die Bewirtschaftung extremer Steillagen langfristig ökonomisch und ökologisch tragfähig zu machen“, sagt er. <BR /><BR />Und daher so etwas wie der Rettungsanker für die Steillagen im Weinbau. Allerdings mit der bundesdeutschen Brille auf. Denn bei einer Wirtschaftlichkeit ab fünf Hektar Steillagen braucht es für Südtirol eine gemeinschaftliche Nutzung. „Hier bietet sich ein Dienstleister als Lösung an“, denkt Andreas Leiter Reber, Initiator der Lehrfahrt, schon an die konkrete Umsetzung in Südtirol. <BR /><BR />Allerdings: In der Ebene, das zeigen die Versuche der Hochschule Geisenheim, fährt man derzeit mit den bewährten Spritzmethoden (noch) besser; trotz der positiven Drohnen-Nebeneffekte wie weniger Bodenverdichtung und geringeres Anwenderisiko für den Landwirt.