Montag, 27. März 2017

St. Andrä: Fernheizwerk und neuer Trinkwasserspeicher

Am Samstag, 25. März, wurden zwei wichtige technische Infrastrukturen in der Brixner Fraktion St. Andrä eingeweiht. Zahlreiche Interessierte nutzten den Tag der offenen Tür, um das Fernheizwerk und den neuen Trinkwasserspeicher zu besichtigen.

Pfarrer Konrad Gasser segnete das Fernheizwerk und den neuen Trinkwasserspeicher.
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Pfarrer Konrad Gasser segnete das Fernheizwerk und den neuen Trinkwasserspeicher.

An der Segnungsfeier wirkten Pfarrer Konrad Gasser, Bürgermeister Peter Brunner, Mitglieder des Stadtrats und Vertreter der Stadtwerke Brixen AG mit.

Die Lebensqualität in einem Dorf oder in einer Fraktion hat auch mit Versorgungsnähe zu tun. Damit sind nicht nur der Einzelhandel und Bildungsangebote gemeint. Um ländliche Gebiete attraktiv zu halten, gehören zu den wichtigen Infrastrukturen auch jene, die moderne Technologien wie Glasfaserinternet oder umweltschonende Fernwärme in die Häuser bringen, zu den Familien und in die Betriebe.

Das Fernheizwerk

Tatsächlich produziert die Heizzentrale in St. Andrä bereits seit Dezember 2013 für rund hundert Kunden Wärme über einen Not-Ölheizkessel. Eine ökonomische und ökologische Lösung. Denn dadurch werden die Fernheizzentralen der Stadt besser ausgelastet. Der geschlossene Kreislauf benötigt außer zu Spitzenlastzeiten aufgrund der Schwerkraft keine Energie, um die rund 400 Höhenmeter zu bewältigen.

Wartungs- und Betriebsaufwand sind gering, weil keine Verbrennung zu kontrollieren und kein primärer Energieträger wie Holz, Öl oder Gas zu verwalten ist. Störungen wie bei Verbrennungsvorgängen kommen nicht vor. Zudem sind viele Steuergeräte, wie sie bei einer Biomassefeuerung nötig sind, nicht vorhanden. Der Verwaltungsaufwand ist dementsprechend gering

 

Doch nicht nur in die optimierte Fernwärmetechnik für St. Andrä investierte die Stadtwerke Brixen AG in den vergangenen Monaten. Es entstand auch ein neuer, großer Trinkwasserspeicher samt Kleintrinkwasserkraftwerk.

Der Trinkwasserspeicher

Der neue Speicher wurde anliegend zum bestehenden Hochbehälter der Stadtwerke Brixen AG an der Zufahrtsstraße zum Niederrutznerhof gebaut. Beide Wasserspeicher wurden hydraulisch zusammengeschlossen, um die Funktionstüchtigkeit der Wasserverteilung zu optimieren. Wasser aus den Pfarrwald- und aus den Koflerwiesenquellen von der Plose speisen den Speicher. In der neuen Entsäuerungsanlage durchläuft das Wasser zwei Becken mit Marmorkies. Dabei kommt es lediglich zu einer Sättigung mit Kalziumkarbonat, wodurch die Gesamthärte geringfügig ansteigt. Das mineralarme Wasser verliert durch die Filtrierung seine Kohlensäureaggressivität und muss nicht weiter aufbereitet werden.

 

Direkt oberhalb der neuen Entsäuerungsanlage errichtete die Stadtwerke Brixen AG ein kleines Trinkwasserkraftwerk. Die Kleinkraftwerke nutzen die natürliche Fallhöhe des Trinkwassers und produzieren Strom ohne weiteren Eingriff in die Natur. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz öl- und fettfreier Lagertechnik der Maschinensätze. Die Konzessionswassermenge für das Trinkwasserkraftwerke St. Andrä beträgt ganzjährig maximal 5,0 l/s. Die geschätzte Jahresproduktion beläuft sich auf rund 71.234 kWh. Die umweltfreundlich erzeugte elektrische Energie fließt in das öffentliche Niederspannungsnetz.

Stadtwerke Brixen AG, Brixen

stol