Dienstag, 20. September 2016

Staatsanwaltschaft fordert Freispruch für Berlusconi

Bei einem Berufungsprozess in Neapel hat die Staatsanwaltschaft den Freispruch für den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi vom Vorwurf der Bestechung eines Senators wegen Verjährung beantragt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, De Gregorio 3 Millionen Euro für dessen Seitenwechsel in sein damals oppositionelles Lager angeboten zu haben, davon 2 Millionen Euro in bar.
Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, De Gregorio 3 Millionen Euro für dessen Seitenwechsel in sein damals oppositionelles Lager angeboten zu haben, davon 2 Millionen Euro in bar. - Foto: © LaPresse

Die Verantwortung Berlusconis bei der Bestechung des Senators sei unbestreitbar auch wenn das Vergeben verjährt sei, betonte die Staatsanwältin Simona Di Monte.

In erster Instanz war Berlusconi im Juli 2015 zu 3 Jahren Haft verurteilt worden. Der frühere Zeitungsinhaber Valter Lavitola, der den Deal eingefädelt haben soll, wurde ebenfalls zu 3 Jahren Haft verurteilt. Auch für ihn forderte Staatsanwältin Di Monte beim Berufungsprozess den Freispruch wegen Verjährung. Das Verfahren wird am 18. Oktober fortgesetzt. Mit einem Urteil wird bis Ende dieses Jahres gerechnet.

Bei dem Prozess ist Berlusconi angeklagt, 2006 als Oppositionsführer einen Senator aus dem Mitte-Links-Lager, Sergio De Gregorio, mit Geld dazu bewogen zu haben, sich seiner konservativen Partei Forza Italia anzuschließen und damit den Sturz der Mitte-Links-Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Romano Prodi zu erleichtern.

apa

stol