Damit droht der Hauptstadt jetzt mit einer Verschuldung von 816 Millionen Euro ihre ewigen Streitereien rund um die Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten. Die Gefahr, dass der Stadtrat unter Aufsicht eines von der Regierung ernannten Verwalters gestellt werden, wird konkret. Ein beträchtliches Problem für den 39-jährigen Renzi, der erst am Mittwoch seine Regierungsarbeit aufgenommen hat.Das von der Regierung gestoppte Gesetz, das von Medien „Rette Rom“ genannt wird, führte auch eine Reihe von kommunalen Steuern zur Auffüllung der Kassen schwerverschuldeter Gemeinden ein, darunter jene der Hauptstadt. „Auf dem Spiel stehen wesentliche Dienstleistungen wie die öffentlichen Verkehrsmittel und die Zahlung der Gehälter der Beamten“, klagte Roms Bürgermeister Ignazio Marino.Ein Weltereignis wie die am 27. April geplante Heiligsprechung der beiden Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II., die Millionen von Pilger nach Rom locken wird, sei gefährdet. Marino erklärte, er sei aus Protest zum Rücktritt bereit. Premier Renzi reagierte irritiert auf den Protest des Bürgermeisters. „Wir suchen nach einer Lösung“, verlautete es aus Regierungskreisen. Im Wirtschaftsministerium sind Gespräche im Gange, bei denen über eine neue Version des Dekrets diskutiert wurde.apa