<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Sowohl das Stadt- als auch das Landleben mit Hund haben Vor- und Nachteile. Zum einen haben Hunde im urbanen Raum mehr Kontakt zu Artgenossen, zum anderen können die vielen Menschen und Eindrücke schnell reizüberflutend sein. Das Leben auf dem Land beinhaltet meist viel Platz und viel Natur – nicht automatisch sind Hunde hier aber glücklicher. <BR /><BR />Ein großes Grundstück ersetzt weder den regelmäßigen Auslauf noch eine artgerechte Beschäftigung. In beiden Fällen ist es also wichtig, die Bedürfnisse des Hundes zu berücksichtigen und zu erfüllen sowie ruhige Rückzugsorte zu bieten.<h3> Gut erzogen</h3>Selbstverständlich sollten alle Hunde Grundkommandos wie Sitz, Bleib, Warten und den Rückruf beherrschen und leinenführig sein. Für Stadthunde ist eine gute Erziehung aber umso wichtiger. Sie müssen bei Hektik Ruhe bewahren und lernen, nicht jeden Menschen oder Hund zu begrüßen. <BR /><BR />Idealerweise lernt bereits ein Welpe die Umgebung, Geräusche und Eindrücke der Stadt wie Verkehrslärm, Sirenen und die vielen Gerüche kennen. Für sie, aber auch für erwachsene Hunde, die das Stadtleben noch nicht kennen, gilt: klein anfangen. Man kann kurze Spaziergänge am Stadtrand einplanen und die Zeit dann Schritt für Schritt ausdehnen. Später kann man das Training auf belebtere Gebiete ausweiten.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72673369_listbox" /><BR /><BR />Zum Training in der Stadt gehört auch das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn oder U-Bahn (Achtung: Maulkorbpflicht!) und das Training in Cafés und Restaurants. Am besten übt man stets nach dem Spaziergang, damit der Hund müde und entspannter ist. Die Mittagszeit, Hauptverkehrszeiten oder Märkte sollte man meiden – vor allem beim Trainingsbeginn sollte nicht zu viel los sein. Statt langer, überfordernder Aufenthalte plant man besser kurze, positive Stadtbesuche ein.<BR /><BR />Hunde, die in der Stadt leben, sollten verträglich mit Artgenossen sein und kein Problem mit Menschenansammlungen haben. Es kann schnell schwierig werden, wenn der Hund ständig laut bellt, nicht gut verträglich mit anderen Hunden ist oder sogar aggressiv an der Leine reagiert.<BR /><BR /> Um das Sozialverhalten zu fördern, kann man beispielsweise an Social Walks mit anderen Hunden teilnehmen. Empfohlen ist auch, sich bei Unsicherheiten oder Problemen frühzeitig an einen kompetenten Hundetrainer zu wenden. Ist der Hund ängstlich oder dauerhaft gestresst und überfordert, kann das oftmals in Aggressivität umschlagen.<h3> Ausreichend bewegen</h3>Ob auf dem Land oder in der Stadt – Hunde müssen und wollen sich bewegen, und dazu gehört auch der Freilauf. In Städten ist das häufig ein Problem, denn in Parks und auf offenen Grünflächen müssen Hunde an der Leine geführt werden. <BR /><BR />Häufig gibt es aber spezielle Auslaufflächen und idealerweise fährt man regelmäßig raus ins Grüne – das sorgt für Abwechslung und eine Auszeit vom Trubel (für Zwei- und Vierbeiner!). Wichtig ist auch die mentale Auslastung in Form von Schnüffelspielen, Denkspielen oder dem Beibringen von Tricks.<BR /><BR />Nach dem Ausflug durch die Stadt ist Ruhe angesagt. Zu Hause sollte der Hund seinen eigenen Rückzugsort haben. Dieser sollte vor allem für Kinder tabu sein. Neben einem ruhigen Platz geben auch feste Routinen wie Fütterungszeiten, Gassirunden usw. Sicherheit.