Sonntag, 28. Mai 2017

Stärkere Kooperation ist Antwort auf Trump

Nach dem weitgehend gescheiterten G-7-Gipfel von Taormina hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die europäischen Staaten zu einer engeren Zusammenarbeit aufgerufen. „Europa ist die Antwort. Eine stärkere Kooperation der europäischen Staaten auf allen Ebenen ist die Antwort an Donald Trump“, sagte der SPD-Vorsitzende dem ARD-Hauptstadtstudio.

Martin Schulz
Martin Schulz - Foto: © APA/AP

„Und vor allen Dingen dürfen wir uns nicht der Aufrüstungslogik von Trump unterwerfen.“ Zuvor hatte schon die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärt: „Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen.“ Die Zeiten, in denen man sich auf andere völlig verlassen habe können, seien ein Stück weit vorbei.

Merkel reagierte damit auf den G-7-Gipfel, bei dem US-Präsident Trump die Gruppe der sieben großen Industrienationen (G-7) mit seinem Konfrontationskurs in eine schwere Krise gestürzt hatte.

Schulz verlangte zudem eine entschiedenere Haltung Europas gegen Trump: „Ich glaube, man hätte sich auch schon auf dem NATO-Gipfel, aber ganz sicher auf dem G-7-Gipfel sehr deutlich positionieren müssen. Gegen einen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, der ja andere demütigen will.

Der ja im Stile eines autoritären Herrschers auftritt.“ So habe der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder gegenüber US-Präsident George W. Bush, der sich ähnlich verhalten habe, klar Haltung bezogen. Er erwarte, „dass wir auch jetzt wieder eine solche Haltung einnehmen“, sagte Schulz.

apa/dpa

stol