Gemeinsam mit Ehefrau Veronika logierte der nunmehrige Aufsichtsratsvorsitzende der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (fördert jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Braunkohle) in Dorf Tirol und erwanderte einige der schönsten Fleckchen Südtirols.<BR /><BR /><BR /> Dazu gehörte auch das Schnalstal, wo das Paar – von Bürgermeister Karl Josef Rainer und Manfred Waldner, Direktor des Tourismusvereins, herzlichst begrüßt (als Gastgeschenk gab es einen „Grappa 19991“) – zunächst den Schnalstaler Gletscher und die sensationelle Aussichtsplattform Iceman Ötzi Peak anvisierte. Begleitet und kundig geführt wurden die deutschen Gäste dabei von Jana Perfler von der Alpin Arena Schnals. <BR /><BR />Unterwegs informierte sie den ehemaligen Politiker über neue und geplante Projekte im Schnalstal, das Hotel Grawand, Europas höchstgelegenes Hotel, Kunstinstallationen und die Tradition der Transhumanz. Tillich, ein Angehöriger der sorbischen Minderheit, zeigte sich beeindruckt von den vielen neuen Attraktionen. Auf dem Rückweg kehrte die kleine Gruppe im Hotel Grawand ein. Auf dem Weg talauswärts stand für die Tillichs noch ein Besuch des Karthauser Klosters im Programm. <BR /><BR />Wenige Tage zuvor wanderten Stanislaw und Veronika Tillich durch den Geoparc Bletterbachschlucht am Fuße des 2317 Meter hohen Weißhorns, auch als „Grand Canyon Südtirols“ bezeichnet. Hochkarätiger Führer war dabei der frühere RAI-Südtirol-Koordinator Markus Perwanger. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="797534_image" /></div> <BR /><BR />Dieser stammt aus der Gegend – nämlich aus Radein – und bereits sein Vater Josef hatte ab den 1970er-Jahren die Forschungsarbeiten der Universität Utrecht in der Schlucht tatkräftig unterstützt. Josef Perwanger war sogar Namensgeber zweier Fußspuren, die er im Bletterbach gefunden hatte, und die Familie hatte sich dafür eingesetzt, dass neben den Dolomiten auch die Bletterbachschlucht Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten wurde. Wer also wäre ein geeigneterer Reiseleiter durch dieses fantastische, offene „Geologiebuch“? <BR /><BR />Perwanger führte die Tillichs unter anderem zu den Knappenlöchern, wo vor 500 Jahren (vergebens) nach Silber geschürft worden war, und erzählte auch von den russischen Kriegsgefangenen, die sich im Ersten Weltkrieg auf ihrer Flucht hier wochenlang versteckt hatten. Ebenso vom Butterloch und seinem Wasserfall, an dem man früher über eine Leiter emporklettern konnte, und dem Taubenleck, das vermutlich so heißt, weil es sich als „taubes Eck“ beim Silberschürfen erwiesen hatte. Stanislaw Tillich, einst auch Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft und daher affin für alles, was mit Natur und Boden zu tun hat, war begeistert von dem Ausflug.<BR /><BR />