Mittwoch, 20. Mai 2015

START UP! So führt die Idee zum Erfolg

Einheimische Rohstoffe, einheimisches Design: Armbanduhren aus Holz und Metall sicherten dem Team "HOLBA" den Sieg beim Businessplan-Wettbewerb „START UP!“. Parallel dazu prämierte das Publikum "As Cosmeceutic Labor" für die Präsentation allergikerfreundlicher Kosmetikprodukte.

Platz eins: HOLBA macht keine „holben“ Sachen – Oliver Leitner, Anna Kröll und Armin Silginer gehen mit ihren Designer-Armbanduhren aus Südtiroler Holz und Metall aufs Ganze und freuen sich über den ersten Platz bei „START UP!“. Foto: TIS
Platz eins: HOLBA macht keine „holben“ Sachen – Oliver Leitner, Anna Kröll und Armin Silginer gehen mit ihren Designer-Armbanduhren aus Südtiroler Holz und Metall aufs Ganze und freuen sich über den ersten Platz bei „START UP!“. Foto: TIS

Fast 90 Anmeldungen aus allen Branchen gab es zu Beginn des Businessplan-Wettbewerbs „START UP!“, den die Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol gemeinsam mit dem TIS innovation park lanciert haben. 34 Bewerber reichten ein fertiges Geschäftskonzept ein.

Sechs davon schafften es schließlich ins Finale. Die letzte Aufgabe im Wettstreit um den besten Businessplan des Jahres bestand in einem dreiminütigen Pitch – also einer Kurzpräsentation –, mit dem die konkurrierenden Teams die Jury
und die etwa 100 Besucher im TIS in Bozen von ihrer Geschäftsidee überzeugen mussten.

TIS-Präsident Nikolaus Tribus zeigte sich mit dem gesamten Verlauf des Businessplanwettbewerbs „START UP!“ sehr zufrieden. Über 30 haben einen fertigen Businessplan eingereicht.

Armbanduhren aus Holz und Metall 

Am besten gelungen ist dies dem Team HOLBA. Die drei Jungunternehmer Anna Kröll, Oliver Leitner und Armin Silginer konnten in ihrer unterhaltsamen Erläuterung die Vorteile ihres Produktes – nach Meinung der Fachjury – am besten darstellen. Das Team„HOLBA southtyrolean watch design“ möchte Armbanduhren aus Holz und Metall auf den Markt bringen.

Diese bestechen nicht nur durch exklusives und personalisierbares Design, sondern auch durch die Tatsache, dass sie in Zusammenarbeit mit Südtiroler Lieferanten und aus einheimischen Produkten hergestellt werden.

Als Sieger bei „START UP!“ darf sich HOLBA nun über eine zweijährige Ansiedlung im TIS Gründerzentrum freuen, über Gutscheine des TIS innovation park und der Bank für Trient und Bozen für die Startphase der Unternehmensgründung
im Wert von 10.000 Euro. 

Ebenso über einen Gutschein im Wert von maximal 3000 Euro für Gas- und Stromlieferungen für ein Jahr von aew, über Versicherungsdienstleistungen der ITAS im Wert von 2500 Euro, über Beratungsleistungen im Wert von 1500 Euro von Bureau Plattner sowie über Voucher für Weiterbildung vom WIFI der Handelskammer Bozen im Wert von 600 Euro.

Serienfähige Solarbikes 

Den zweiten Platz des Wettbewerbs sicherte sich Armin Oberhollenzer mit seinem Unternehmen Leaos. Der Unternehmer möchte die Produktpalette seiner Firma um ein noch nachhaltigeres Produkt erweitern.

Zum bisherigen Angebot von Designer-EBikes soll nun das erste serienfähige Solarbike auf den Markt kommen. Es überzeugt vor allem durch sein formschönes Design, die vollintegrierte Ladefläche und die unsichtbaren Antriebselemente.

Für ihn gab es eine einjährige Ansiedlung im TIS Gründerzentrum sowie von den genannten Unterstützern des Wettbewerbs Gutscheine für die Startphase der Unternehmensgründung im Gesamtwert von 6000 Euro, einen Gutschein für Gas- und Stromlieferungen im Wert von maximal 2000 Euro, Versicherungs- und Beratungsdienstleistungen im Wert von 2000 Euro und Weiterbildungsvoucher imWert von 500 Euro.

Eine Schnittstelle, viele Dienste

Drittplatzierte wurden Marius Bauer, Lukas Bürgstaller und Alex Corazzari mit ihrem Team Documee. Die drei Jungunternehmer haben eine Software für Entwickler ausgearbeitet: Mit „Documee“ können Programmierer einfach und unkompliziert über eine einzige Schnittstelle auf viele verschiedene Dienste zugreifen und sie in ihre eigene Software integrieren.

Wenig Programmiercode und die leichte Bedienung von „Documee“ helfen den Entwicklern Zeit, Ressourcen und Kosten zu sparen. Das Team kann sich ein halbes Jahr im TIS ansiedeln und erhält Gutscheine für die Gründungsphase, für Gas- und Stromlieferungen, Versicherungs- und Beratungsdienstleistungen und Weiterbildung Gesamtwert von 6300 Euro.

Qualitätssiegel für Trinkwasser

Bis ins Finale hatte es auch das Team LEGIOINSTITUTE geschafft. Bernhard Pircher, Mark Raffeiner und Denis Tavella sicherten sich den vierten Platz.

Sie zertifizieren die Trinkwasserqualität in Südtiroler Hotels und öffentlichen Gebäuden. Das Qualitätssiegel „Certified Water Quality“ von LEGIOINSTITUTE hilft Hoteliers und Gemeinden, Angaben zur Trinkwasserhygiene zu machen.

Allergikerfreundliche Kosmetikprodukte

Auf den fünften Platz wurde die Jungunternehmerin Sara Pellicari gewählt. Sie möchte mit „As Cosmeceutic Labor“ neue Kosmetikprodukte auf den Markt bringen. Das Besondere daran: die Produkte sind auch für empfindliche Haut und Allergiker geeignet. Außerdem werden lokale Rohstoffe verwendet. Auf den sechsten Platz von START UP! kam das Team „Snow & Efficiency“ um den Jungunternehmer Florian Profanter.

„Snow & Efficiency“ möchte Skigebieten helfen, ihre Betriebskosten zu senken und rentabler zu wirtschaften. Optimiert werden dafür Pistenpräparierung und Beschneiung. Die Plätze vier bis sechs erhielten jeweils einen Voucher vom WIFI imWert von 200 Euro.

In drei Minuten überzeugen

Insgesamt wurden Preise im Wert von 53.000 Euro vergeben.

 Businessplan und Pitch als Herausforderung „Die Businesspläne aller sechs Finalisten waren sehr gut ausgefeilt“, meint Thomas Moriggl, Präsident der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol.

„Erst die Kurzpräsentationen der Finalisten haben den entscheidenden Unterschied ausgemacht. Es ist eine Sache, eine strategisch gut durchdachte Geschäftsidee schriftlich niederzulegen.

Es ist aber eine ganz andere Sache, diese Idee in nur drei Minuten einem gut hundertköpfigen Publikum überzeugend zu verkaufen.“ 

Das Publikum im Plenarsaal des TIS innovation park belohnte die beste Präsentation mit einer Auszeichnung: Es entschied sich per elektronischem Live-Voting für die Präsentation von Sara Pellicari für die Kosmetikprodukte von As Cosmeceutic Labor als besten Pitch des Abends. 

stol

stol