Donnerstag, 19. Oktober 2017

Startschuss für das Innovations- und Gründerzentrum

„Vom Flair des Bestehenden. Digitale Revolution als Chance.?Raumkonzepte im peripheren Umfeld neu denken und sinnvoll reaktivieren“ war der Titel der Tagung, die zum Start und Kick-off des EFRE1053-Projektes BASIS in Zusammenarbeit mit Marketing Schlanders organisiert wurde und auch der jährliche Praxistag für die Mitglieder des Stadtmarketing Austria war.

Tagung in Schlanders. Foto: Tiberio Sorvillo
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Tagung in Schlanders. Foto: Tiberio Sorvillo

120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am Freitag, 13. Oktober 2017 die Tagung besucht: Vertreterinnen und Vertreter von IDM, Orts- und

Stadtmarketingorganisationen aus Österreich und Südtirol, EURAC, Fraunhofer, HDS, Stadtmarketing Austria, Bezirksgemeinschaft sowie Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Unternehmer aus Schlanders, dem Vinschgau und ganz Südtirol. Auch Schülerinnen und Schüler des benachbarten Berufsschul- und Oberschulzentrums haben den vier Referaten gespannt gelauscht und sich Gedanken über ihre Zukunft gemacht.

Von 9.30 bis 15.00 Uhr reflektierten und diskutierten Publikum und Referenten zu folgenden Fragen: Welche Rolle spielen bestehende, leere Gebäude sowie freie Flächen in der Entwicklung einer Ortschaft bzw. eines Tals wie dem Vinschgau? Wie können wir in unserem Ort Räume gemeinschaftlich nutzen und Neues zulassen und ausprobieren? Wie zukunftssicher ist die Peripherie als Wirtschaftsstandort? Kooperation statt Konkurrenz lautet das Motto.?Es geht um Eigeninitiative, Enthusiasmus und Verantwortung.

Im ersten tagungsöffnenden Impulsreferat stellten Architekt Heiko Donsbach und Städteplaner René Gabriel die Entwicklung des Gängeviertels in Hamburg vom verfallenen zum kreativen Quartier vor.

Anschließend zeigte Gustav Rechenmacher, CEO vom IT-Unternehmen systems in Bozen/Bruneck/Schlanders, dem Publikum auf, welche Chancen periphere Wirtschaftskreisläufe mit der digitalen Revolution in Zukunft haben werden.

Wie eine leerstehende Bäckerei zu einem Ort für Kultur und soziale Innovation wurde, erzählten Florian Ladstätter und Christoph Grud im dritten Referat: Die Bäckerei Kulturbackstube in Innsbruck ist ein Raum, an dem im Jahr über 500 Veranstaltungen stattfinden und 25.000 Menschen ein- und ausgehen.

Zum Abschluss führte EFRE-Projektleiter Hannes Götsch durch das Areal des ehemaligen Versorgungsgebäudes „palazzina servizi“ und veranschaulichte anhand eines Referats die zukünftige Teilnutzung als Innovations- und Gründerzentrum BASIS in Schlanders.

Für den Projektleiter des EFRE-Projektes BASIS, Hannes Götsch, und den Bürgermeister von Schlanders, Dieter Pinggera, war die Tagung ein gelungener Start. „Durch sinnvolle Nachnutzung und Öffnung werden Freiräume für Kreativität, Experimente und zeitgerechte Arbeitsweisen geschaffen und die Bevölkerung zur aktiven Gestaltung ihres Lebens- und Wirtschaftsraums motiviert“, erklärt Projektleiter Hannes Götsch.

Idealer Standort 

Und Bürgermeister Dieter Pinggera: „Zentral im Vinschgau gelegen ist die Marktgemeinde Schlanders der ideale Standort als Impulsgeber. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern möchten wir Signale setzen und die Gesellschaft in der Öffnung hin zu Neuem unterstützen.“

Auch für Co-Organisator Stadtmarketing Austria war der Tag erfolgreich und die Zusammenarbeit mit dem EFRE-Projekt BASIS im Kasernenareal wertvoll. Da Schlanders Marketing seit zwei Jahren Mitglied des Österreichischen Dachverbandes für Orts- und Stadtmarketingorganisationen ist, fand der jährliche Praxistag erstmals in Südtirol statt. „Es ist gelungen, Schlanders als Kulturort zu festigen, das Mitglieder-Netzwerk in Südtirol auszubauen und zu vertiefen. Weitere Mitgliedschaften von Orten bzw. Städten im Verein Stadtmarketing Austria könnten folgen,“ so die Stadtmarketing-Austria-Geschäftsführerin Karin Klotzinger.

4 Hektar großes Gelände 

Im Rahmen des Regionalentwicklungsprojekts für Forschung und Innovation sowie Kreativwirtschaft EFRE1053 setzt die Gemeinde Schlanders auf einem Teil des Kasernenareals Drusus in den nächsten Jahren ein Innovations- und Gründerzentrum um: Im Drehpunkt „BASIS“ werden Wirtschaft, Bildung und Kultur zusammengeführt. Am 21. September 2017 genehmigte der Gemeinderat Schlanders für die Umsetzung des EU-Projektes „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung EFRE 2014–2020“ das Sanierungsprojekt des ehemaligen Kasernen-Versorgungsgebäudes „palazzina servizi“.

Das insgesamt vier Hektar umfassende Gelände der ehemaligen Drusus-Kaserne ist seit 2014 zu drei Teilen im Eigentum der Gemeinde Schlanders und zu einem im Eigentum des Landes.

stol