Samstag, 27. Oktober 2018

Staunässe: Wenn der Garten im Regen ertrinkt

Nach der langen Trockenheit ist der Regen ein Aufatmen für die Natur – eigentlich. Doch an diesem Wochenende soll überdurchschnittlich viel Regen fallen, mit Höchstwerten von 150 bis 200 Liter pro Quadratmeter. Da kann das Wasser auch mehr belasten als nutzen. STOL hat einige Tipps gegen Staunässe.

Besonders ton- und lehmhaltige Böden sind gute Wasserspeicher und daher bei starken Regenfällen eher ungünstig.
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Besonders ton- und lehmhaltige Böden sind gute Wasserspeicher und daher bei starken Regenfällen eher ungünstig. - Foto: © shutterstock

Wasser versickert nur zum Teil in der Erde, ab einer gewissen Menge rinnt es oberirdisch ab. Können sich die Pflanzen jedoch nicht mehr wehren, sterben allmählich die Wurzeln ab. Als Folge welkt kurz darauf auch die Pflanze selbst, da die Versorgung durch die Wurzeln ausbleibt.

Besonders ton- und lehmhaltige Böden sind gute Wasserspeicher und daher bei starken Regenfällen eher ungünstig. Bilden sich auf dem Rasen oder im Beet bereits Pfützen vor Staunässe, ist es höchste Zeit: In diesem Fall sollte man mithilfe einer Eisenstange, zum Beispiel, tiefe Löcher in die Erde stampfen, um das Ablaufen des Wassers zu beschleunigen.

Erde kompostieren und umgraben als Vorbeugung 

Eine gute Möglichkeit, ein solches Anstauen des Wassers zu vermeiden, ist es, regelmäßig Kompost und Quarzsand einzuarbeiten. Ein regelmäßiges Umgraben und Lockern der Erde fördert ebenso ein schnelleres Aufnehmen von Wasser.

Besonders, wenn unter dem Garten stark lehmhaltige, tonige Bodenschichten liegen, die das Regenwasser lange am Versickern hindern, sollte man sich das Verlegen einer Dränage gegen Staunässe überlegen. Mithilfe von Dränage-Rohren wird überschüssiges Bodenwasser rasch gesammelt und gebündelt abgeleitet. Wichtig ist aber, dem Boden keinesfalls Grundwasser zu entziehen, da man die Erde sonst austrocknet.

Tipps für Töpfe und Kübel 

Für Töpfe und Kübel gilt natürlich die Faustregel: Löcher zum Abfließen des Wassers am Boden sind unbedingt notwendig. Damit die Erde sich in den Kübeln nicht zu sehr absetzt und die Löcher eventuell sogar verstopft, kann man eine dünne Schicht von circa einem Zentimeter an Schotter unterlegen – sie garantiert ein reibungsloses Abfließen.

stol/ape

stol