Freitag, 31. März 2017

STF kritisiert Trenitalia

Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit kritisiert, dass in den neuen Trenitalia-Zügen das Recht auf Muttersprache weiterhin missachtet wird. Bereits vor vier Monaten hat die Bewegung im Landtag auf das Problem aufmerksam gemacht. Passiert ist seither nichts. Nun ist auch Oswald Schiefer buchstäblich auf den „Italo-Zug“ aufgesprungen.

Stefan Zelger, Mitglied der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit
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Stefan Zelger, Mitglied der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit

Die sogenannten Jazz-Züge von Trenitalia verfügen über Bildschirme, auf denen nur italienische Ortsnamen angezeigt werden. Zusatzhinweise (wie „nächster Bahnhof“) werden nur in italienischer und englischer Sprache angezeigt. Auch die Sicherheitshinweise in den Zügen sind nicht in deutscher Sprache ausgeschildert. Landesrat Mussner versicherte der Süd-Tiroler Freiheit bereits im November, dass Trenitalia das Problem „umgehend“ beheben werde.

„Trenitalia scheint aber eine eigene Definition von ‚umgehend‘ zu haben“, kritisiert Stefan Zelger von der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit. „Es ist nicht hinnehmbar, dass immer wieder protestiert werden muss, bis die staatlichen Institutionen hierzulande die wichtigen Bestimmungen der Autonomie einhalten. Die Landesregierung muss endlich energischer durchgreifen!“

Erfreut, aber auch verwundert, zeigt sich die Bezirksgruppe, dass nun auch SVP-Landtagsabgeordneter Oswald Schiefer das Problem entdeckt hat (welches er schon vor vier Monaten im Landtag hätte bemerken können). Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit hofft nach dieser späten Rückendeckung, dass das Problem nun endlich angegangen wird. Sie hat in Zusammenarbeit mit dem Landtagsabgeordneten Bernhard Zimmerhofer eine weitere Anfrage ausgearbeitet.

Stefan Zelger, Mitglied der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit.

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol