Donnerstag, 21. Juni 2018

Strache für „No-Way”-Flüchtlingspolitik

Nach seinem Treffen mit Innenminister Matteo Salvini in Rom hat sich Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) für Asylzentren außerhalb der EU ausgesprochen.

Heinz-Christian Strache und Italiens Innenminister Matteo Salvini sind sich einig. - Foto: APA (AFP)
Heinz-Christian Strache und Italiens Innenminister Matteo Salvini sind sich einig. - Foto: APA (AFP)

„Wir wollen klar kommunizieren, dass niemand den Weg illegal nach Europa sucht.” In Europa könne dann kein Asylantrag gestellt werden, ähnlich wie in Australien eine „No Way”-Politik”, sagte er am Mittwoch in der „ZIB 2”.

Nur in den Flüchtlingszentren solle ein Asylantrag möglich sein. Eine Verteilung auf Europa lehnt Strache allerdings weiterhin ab. Diskussionen über die Flüchtlingsverteilung seien der „falsche Ansatz”, sagte Strache. Wohin die Asylberechtigten dann kommen sollen, ist noch fraglich. „Das muss man in einem Gesamtproblem bewerten”, sagte der FPÖ-Chef.

Viele Fragen seien rund um die Asylzentren noch offen: Auch die Frage sei „nicht geklärt, ob dort ein Asylantrag für Europa möglich sein soll, es kann ja ein Asylantrag am afrikanischen Kontinent möglich werden”. Jedenfalls „ist auf die Dauer nicht aufrechtzuerhalten, dass Menschen aus allen Kontinenten dieser Welt nach Europa aufbrechen. Das wird nicht funktionieren”.

Zu den umstrittenen Roma-Äußerungen Salvinis sagte Strache in der online verfügbaren Langversion des Interviews: „Ich selbst würde so etwas nicht sagen, er hat mir heute versichert, dass er es nicht so gesagt hat.” Salvini hatte in einem Interview mit dem TV-Kanal „Telelombardia” am Montag eine Zählung der in Italien lebenden Roma angekündigt. „Wir wollen ein Bild von der Situation haben. Illegal in Italien lebende Ausländer sollen dank Abkommen mit den Herkunftsländern abgeschoben werden. Italienische Roma müssen wir leider hier bei uns behalten”, sagte der Chef der rechten Lega demnach.

apa

stol