Donnerstag, 02. August 2018

Strafzölle: Trump droht China erneut

US-Präsident Donald Trump droht China im Handelskonflikt mit einer neuen Eskalation. Trump wies seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer an, eine Erhöhung der geplanten Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. US-Dollar (171 Mrd. Euro) von 10 auf 25 Prozent zu prüfen.

In China tätige US-Firmen fürchten, dass sie unter der chinesischen Retourkutsche leiden werden.
In China tätige US-Firmen fürchten, dass sie unter der chinesischen Retourkutsche leiden werden. - Foto: © APA/AFP

Die Maßnahme solle die chinesische Regierung zu einem Politikwechsel bewegen, um gerechtere Marktbedingungen zu schaffen, teilte Lighthizer am Mittwoch mit.

„China soll konkrete Änderungen vornehmen“

Chinas Regierung protestierte scharf. „Wir raten den USA, ihre Haltung zu korrigieren und es nicht mit Erpressung zu versuchen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, am Donnerstag in Peking.

„Das funktioniert mit China nicht.“ Die USA sollten „zur Vernunft zurückkehren“, weil sie sich am Ende nur selbst schadeten.

Die Liste ist lang

Die Liste mit potenziell betroffenen Produkten, die die US-Regierung am 10. Juli vorgelegt hatte, umfasst Konsumgüter wie Möbel und Lebensmittel.

Zudem könnten in Kürze noch 25-prozentige US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von weiteren 16 Mrd. US-Dollar folgen.

Trump droht damit, vielleicht sogar alle Importe aus China im Wert von rund 500 Mrd. US-Dollar mit Abgaben überziehen zu wollen.

China will Gegenmaßnahmen setzen

China will mit Gegenmaßnahmen in ähnlichem Umfang antworten. Diese dürften über bloße Strafzölle hinausgehen, da Chinas Importe aus den USA im vergangenen Jahr nur 130 Mrd. US-Dollar ausmachen. 

Derzeit führe man informelle Gespräche mit Peking über die Frage, ob „produktive“ Verhandlungen möglich seien.

apa/dpa

stol