Mittwoch, 08. März 2017

"Südtirol als Bindeglied für Einigung Europas"

Am Mittwoch hat Ministerpräsident Paolo Gentiloni vor dem versammelten Parlament in Rom über den anstehenden Europarat berichtet. Aktuelle Probleme in Europa wie die Flüchtlingsproblematik und dessen Zukunft waren Thema. Daniel Alfreider hat in diesem Zusammenhang von einer Bindegliedfunktion Südtirols gesprochen.

SVP-Fraktionssprecher Daniel Alfreider ließ Südtirol in der Abgeordnetenkammer am Mittwoch eine wichtige Funktion in der Einigung Europas zukommen.
SVP-Fraktionssprecher Daniel Alfreider ließ Südtirol in der Abgeordnetenkammer am Mittwoch eine wichtige Funktion in der Einigung Europas zukommen. - Foto: © STOL

Im Namen der SVP-Fraktion und der Sprachminderheiten nahm Daniel Alfreider am Mittwoch in der Aula der Abgeordnetenkammer Stellung zur Zukunft Europas: „Das Jahr 2017 wird für Europa entscheidend sein, denn vor allem die Wahlen in Deutschland und Frankreich sowie anschließend in Italien werden für die Zukunftsgestaltung der Europäischen Union richtungsweisend sein“.

„Die Einigkeit Europas wird immer wieder in Frage gestellt und das bedeutet, dass in den letzten Jahren Fehler gemacht wurden. Diese zu erkennen und zu analysieren reicht jedoch bei weitem nicht aus, sondern jetzt heißt es Verantwortung zu übernehmen und an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten“, so Alfreider weiter.

„Als Südtiroler glauben wir an das Friedensprojekt Europa, aber vor allem glauben wir an ein Europa der Regionen. Die Vielfalt und die Unterschiede zwischen den Völkern und Kulturen sollen nicht trennen, sondern als Potential für die Weiterentwicklung genutzt werden. Nur so können die Grenzen, die noch oft in den Köpfen der Menschen fortbestehen, überwunden werden und ein vereintes und starkes Europa gestaltet werden.“

Südtirol als Bindeglied

Auch Südtirol solle laut Alfreider seine Rolle in Europa wahrnehmen: „Südtirol ist bereits in vieler Hinsicht das Bindeglied zwischen Mittel- und Südeuropa und ein Musterbeispiel des friedlichen Zusammenlebens. Auch die Infrastrukturen und eine bessere Mobilität zwischen den Mitgliedsstaaten werden in Zukunft den Austausch zwischen den Staaten und Regionen fördern“.

Zum Abschluss betont Alfreider, dass jeder Akteur und jede Insitution in nächster Zeit Verantwortung übernehmen müsse, damit eine Einigkeit Europas be- und entstehen könne. Südtirol, so Daniel Alfreider, sei in seinen Augen bereit dafür.

stol

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