Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Vereine (95,4 Prozent); der Rest verteilt sich auf Genossenschaften (1,0 Prozent), Stiftungen (0,5 Prozent), öffentliche Körperschaften (0,5 Prozent), Privatpersonen (0,3 Prozent) oder anderes (2,2 Prozent).Großteil arbeitet ehrenamtlichInsgesamt stehen den Kulturschaffenden 7.607 Mitarbeiter zur Seite. 77,1 Prozent davon arbeiten ehrenamtlich (3.361 Männer und 2.501 Frauen).3.743 Personen arbeiten im künstlerischen, 553 im technischen Bereich und 1.566 in der Verwaltung.1.745 Mitarbeiter sind nicht ehrenamtlich tätig. Insgesamt wurden bei den Kulturschaffenden 48.809 aktive Mitglieder gezählt, 26.152 Männer und 22.657 Frauen.Vor allem MusikveranstaltungenMit einem Anteil von 80,7 Prozent spielen die Musikveranstaltungen die größte Rolle bei den Kulturveranstaltungen. Dies ist vor allem auf die kapillare Verbreitung von Musikkapellen und Kirchenchören sowohl in den Städten als auch in den Dörfern zurückzuführen. So wurden im Jahr 2009 insgesamt 5.094 Veranstaltungen geistlicher Musik gezählt; das entspricht 52,4 Prozent aller Musikveranstaltungen, die im Jahr 2009 stattgefunden haben. An zweiter Stelle liegen die Theateraufführungen mit 9,4 Prozent der Veranstaltungen, gefolgt von Filmvorführungen mit 6,0 Prozent, Tanzaufführungen mit 2,3 Prozent und der Darstellenden Kunst mit 1,6 Prozent.Alles in allem wurden in Südtirol 12.034 Veranstaltungen bzw. Ausstellungen mit insgesamt 24.770 Aufführungen bzw. Ausstellungstagen organisiert, fast ein Drittel davon (3.867) waren Eigenproduktionen. Mehr als 2,6 Millionen Zuschauer und Besucher haben das vielfältige Angebot wahrgenommen; das entspricht einer Zunahme von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.Das Publikumsinteresse an den verschiedenen Veranstaltungen entsprach dem Angebot und somit verzeichneten die Konzerte den höchsten Zuschaueranteil (66,6 Prozent).Das beste Angebot gibt es in Bozen Wie zu erwarten, ist die Landeshauptstadt die Gemeinde mit der höchsten Zahl von angebotenen Veranstaltungen (12,4 Prozent), Aufführungen (29,7 Prozent) und Besuchern (17,7 Prozent) in ganz Südtirol. Es folgen Meran, Bruneck, Brixen und Sterzing. Die höchste Angebotsdichte (Verhältnis zwischen der Zahl der angebotenen Veranstaltungen und der durchschnittlichen Wohnbevölkerung einer Bezirksgemeinschaft) gibt es allerdings im Wipptal. Die höchste Teilnahmequote wurde im Pustertal verzeichnet.Einkünfte von 45 Millionen EuroDer Jahresumsatz der Kulturschaffenden in Südtirol liegt bei rund 45 Millionen Euro. Fast die Hälfte davon sind Beiträge (16,9 Prozent von den Gemeinden, 16,9 Prozent von Stiftungen oder anderen Einrichtungen, 13,9 Prozent vom Land, und 1,1 Prozent von Regionen, Staat und EU), 18,6 Prozent sind Einnahmen bei Eigenproduktion oder Koproduktion und 16,6 Prozent Schenkungen und Spenden.