Montag, 18. Mai 2015

Südtiroler Jugenddienste treffen sich

Die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) verbindet die zwanzig Jugenddienste zu einem landesweiten Netzwerk. Um die Vernetzung unter den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern noch verstärkt zu fördern, finden heuer erstmals drei Bezirkstreffen statt.

Bezirkstreffen der Jugenddienste - Gast Südtiroler Gemeindeverbandspräsident Schatzer
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Bezirkstreffen der Jugenddienste - Gast Südtiroler Gemeindeverbandspräsident Schatzer

Das erste Bezirkstreffen hat vor kurzem im Frauenmuseum in Meran stattgefunden, Gast war Andreas Schatzer, der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes. Wichtige Themen waren Partizipationsprojekte wie Kinder- und Jugendbeiräte in den Gemeinden, ein landesweites Treffen der GemeindejugendreferentInnen, mehrjährigen Konventionen mit den Gemeinden und der Erfahrungsaustausch untereinander.

Die Bezirkstreffen der Jugenddienste ermöglichen auch den ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der 20 Jugenddienste Südtirols, sei es verstärkt untereinander als auch mit dem fünfköpfigen Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, in Kontakt zu treten. „Für uns ist es wichtig, die kollegiale Beratung der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der Jugenddienste zu fördern, den Erfahrungs- und Ideenaustausch der Vorstände zu unterstützen und den Vernetzungsgedanken zu verstärken, denn wer sich früh vernetzt, kann später auf gewachsenen Beziehungen aufbauen.“, so der Vorsitzende der AGJD Markus Eccli in seiner Begrüßung.

Aktuelle Themen und Herausforderungen in den Jugenddiensten wurden angesprochen, das Treffen bot Gelegenheit über den eigenen Tellerrand zu schauen und einen Blick in einen anderen Jugenddienst zu werfen.

An diesem ersten Bezirkstreffen, welches passend zum heurigen Jahresmotto der Museen „young&museum“ im Frauenmuseum in Meran stattfand, nahm auch Andreas Schatzer, der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, teil. Das Netzwerk der Südtiroler Jugenddienste reicht von der Gemeinde Brenner bis hin zur Gemeinde Salurn, vom Reschen bis zur Gemeinde Innichen.

Die 20 Jugenddienste Südtirols sind in beinahe allen 116 Gemeinden Südtirols vertreten, in regem Austausch mit der jeweiligen Gemeinde vor Ort, darüber hinaus sind viele Gemeinden Träger des jeweiligen Jugenddienstes. Die Wichtigkeit der Vernetzung, des Austausches und Dialoges mit den GemeindejugendreferentInnen, gerade jetzt nach den Neuwahlen, wurde von allen Anwesenden unterstrichen. Insbesondere den neuen GemeindejugendreferentInnen ist es eine Hilfe zu wissen, dass der Jugenddienst bei Entscheidungen, die Auswirkungen auf junge Menschen haben, einen guten Partner darstellt.

Austauschtreffen der Bezirke oder unter den verschiedenen Trägergemeinden der Jugenddienste finden zwar bereits statt, jedoch wurde der Vorschlag des Südtiroler Gemeindepräsidenten, ein landesweites Treffen der GemeindejugendreferentInnen zu planen, wohlwollend aufgenommen. In Südtirol sieht zurzeit die Gemeindesatzung einer jeden Gemeinde die Beteiligung von Kinder und Jugendlichen vor, doch die Umsetzung und die Ernsthaftigkeit daran, sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Kindern und Jugendlichen sollte mehr Gehör geschenkt werden, und auch Kinder- bzw. Jugendgemeinderäte sollten mit Kompetenzen ausgestattet werden, forderten die Jugenddienste.

Möglicherweise kann dies auch ein Ansatz sein, der vieldiskutierten Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Außerdem wurde über verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert – Schatzer unterstrich: „Professionelle Jugendarbeit ist wichtig. Geld in die Jugend zu investieren ist eine gute Investition“. Mehrjährige Konventionen zwischen Gemeinde und Jugenddienst ermöglichen Planungssicherheit – für beide Seiten.

Gerade der Rückhalt der Gemeinden ist für die Jugenddienste in ihrer Arbeit immens wichtig, um weiterhin junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken und als Fachstellen für Jugendarbeit auf lokaler Ebene agieren zu können. Markus Eccli dankte abschließend allen Jugenddiensten und dem Präsidenten des Südtiroler Gemeindenverbandes für die rege und spannende Diskussion.

Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Bozen

stol