Samstag, 26. November 2016

"Symbol", "Held", "Freund": Würdigungen an Fidel Castro

Zahlreiche politische Persönlichkeiten haben den verstorbenen kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro als bedeutende Figur der Zeitgeschichte gewürdigt.

Der Tod Fidel Castros hat verschiedene Reaktionen hervorgerufen, Trauer und auch Freude. Viele politische Persönlichkeiten haben am Samstag des Verstorbenen gedacht.
Der Tod Fidel Castros hat verschiedene Reaktionen hervorgerufen, Trauer und auch Freude. Viele politische Persönlichkeiten haben am Samstag des Verstorbenen gedacht. - Foto: © APA/AFP

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte am Samstag in Brüssel: „Fidel Castro war ein entschlossener Mann und eine historische Gestalt. Er stirbt in Zeiten großer Herausforderungen und Unsicherheiten. Und großer Veränderungen in seinem Land.“ Die EU wolle weiter eng mit Kuba zusammenarbeiten.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte: „Fidel Castro war eine der historischen Gestalten des vergangenen Jahrhunderts und die Verkörperung der kubanischen Revolution. Mit dem Tod Fidel Castros hat die Welt einen Mann verloren, der für viele ein Held war.“

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, schrieb auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter: „Fidel Castro hat Kuba, Lateinamerika und die Weltpolitik geprägt. Ein Kapitel der Geschichte schließt sich. Die EU schaut gemeinsam mit dem kubanischen Volk in die Zukunft.“

Der künftige US-Präsident Donald Trump hielt sich kurz, er kommentierte am Samstag Castros Ableben auf Twitter: „Fidel Castro ist tot!“

Auch Papst Franziskus hat Kubas Staatspräsident Raul Castro in einem Schreiben zum Tod seines Bruders, dem Revolutionsführer Fidel Castro, kondoliert. Dabei drückte der Heilige Vater „Gefühle des Schmerzes“ aus. Er werde für Castro und für das kubanische Volk beten, versicherte der Heilige Vater.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den gestorbenen kubanischen Revolutionsführer als herausragenden Staatsmann gewürdigt. „Er gilt zurecht als Symbol einer ganzen Ära der Zeitgeschichte“, schrieb Putin am Samstag in einem Beileidstelegramm. „Fidel Castro war ein aufrechter und zuverlässiger Freund Russlands“, erklärte er nach Angaben des Kremls in Moskau.

Castro habe sich das Scheitern der Reformen in der Sowjetunion, der Perestroika, sehr zu Herzen genommen, sagte der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow. „Wir sind gute Freunde geworden und sind es immer geblieben“, sagte der 85-Jährige der Agentur Tass zufolge.

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat Fidel Castro als „eine Figur von historischer Bedeutung“ gewürdigt. Der konservative Politiker übermittelte am Samstag auf Twitter der Regierung und den Behörden Kubas sein Beileid.

Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande würdigte den Verstorbenen als eine Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts“. Er habe die kubanische Revolution mit ihren Hoffnungen und Enttäuschungen verkörpert, erklärte er am Samstag in Paris. Castro gehöre als Akteur des Kalten Krieges zu einer Epoche, die mit dem Zusammenbruch der UDSSR geendet habe.

apa/dpa

stol